Johanna Wameling sammelt Geld für Warmwasseranlage in Peru Spendenprojekt erfolgreich

Steinhagen (WB). Dank der Mithilfe Steinhagener Bürger und eines Malerbetriebes haben junge Mütter am anderen Ende der Welt, in Peru, nun warmes Wasser für ihre Babys. Die Spendenaktion, die die Steinhagenerin Johanna Wameling (24) jüngst angestoßen hatte, war erfolgreich. Und so verfügt das Haus »Hovde«, eine Einrichtung für sexuell missbrauchte Mädchen und ihre Kinder, nun über eine solarbetriebene Warmwasserbereitung.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold

Wie berichtet (WB vom 16. November) hat Johanna Wameling im vergangenen Jahr einen sechswöchigen Freiwilligendienst in der Einrichtung absolviert, die auf 2000 Metern Höhe in den Anden acht Stunden von Lima entfernt liegt. Johanna Wameling hatte sich ihr soziales Praktikum selbstständig gesucht – ohne eine große Hilfsorganisation im Rücken. In der Einrichtung, die in amerikanischer Trägerschaft ist, finden Mädchen Zuflucht, die nach sexueller Gewalt traumatisiert sind. Viele von ihnen sind selbst noch Kinder. Sie werden dort psychologisch betreut, gehen weiter zur Schule und werden auf ein späteres selbstständiges Leben vorbereitet.

Was fehlte, war allerdings eine Warmwasserbereitung. Dabei sei warmes Wasser für die Hygiene der Mütter, die gerade entbunden hätten, besonders wichtig, sagt Johanna Wameling. Zudem müsste sehr aufwendig Wasser gekocht und abgekühlt werden für das Badewasser der Babys. In Absprache mit der Leitung der Einrichtung hat Johanna Wameling, wieder in der Heimat, eine Spendenaktion gestartet, um Geld für eine solarbetriebene Warmwasseranlage mit 500-Liter-Tank zu sammeln.

Die benötigten 4500 Euro sind dank der Spendenbereitschaft im Bekanntenkreis der Familie und dank der Steinhagener Bevölkerung auch zusammengekommen. Allein 750 Euro wurden von Bürgern gespendet, die den Zeitungsaufruf gelesen hatten. Und längst ist das Geld auch wieder ausgegeben worden: »Die Anlage ist fertig«, sagt Johanna Wameling. Lokale Handwerker haben sie installiert, die Leitung des Hauses »Hovde« hatte die Bauaufsicht und immer wieder Berichte nach Steinhagen gegeben. »Tatsächlich haben wir sogar einen kleinen Spendenüberschuss, der der Herberge zum Beispiel für Wartungsarbeiten und weitere Anschaffungen überwiesen worden ist«, sagt Johanna Wameling. Jetzt hat sie nur einen Wunsch: »Ich möchte so schnell wie möglich wieder hin.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.