Vorführung auf dem Hagebaumarkt-Parkplatz offiziell genehmigt Vorab-Feuerwerk ist rechtens

Steinhagen (WB). Über das Abbrennen von Feuerwerk an Silvester scheiden sich die Geister. Muss denn unbedingt so viel in die Luft geböllert werden, fragen sich die einen. Ein bisschen dürfe traditionell schon sein, sagen andere.

Von Volker Hagemann
Vom 29. Dezember an darf Feuerwerk offiziell verkauft werden. Die Vorführung des Hagebau-Marktes einen Tag zuvor war im vergangenen Jahr von einigen Bürgern kritisiert worden, rein rechtlich ist aber nichts dagegen zu sagen.
Vom 29. Dezember an darf Feuerwerk offiziell verkauft werden. Die Vorführung des Hagebau-Marktes einen Tag zuvor war im vergangenen Jahr von einigen Bürgern kritisiert worden, rein rechtlich ist aber nichts dagegen zu sagen. Foto: dpa

In Steinhagen gab es Ende vergangenen Jahres weitergehende Diskussionen. Auf Facebook regte sich manch einer darüber auf, dass Baumärkte wie auch der Steinhagener Hagebau-Markt mit einer Vorführung Reklame für Silvester-Feuerwerk machten. Seinerzeit stiegen auf dem Parkplatz vor dem Hagebau Silvesterraketen auf, und mehrere Feuerwerksbatterien wurden gezündet.

Diese regelmäßige Aktion ist genehmigt, bestätigte die Polizei in Halle damals. Eine Hagebau-Mitarbeiterin teilte auf Anfrage mit, dass jedes Jahr am 28. Dezember eine solche Vorführung stattfinde.

Rechtlich gibt es offensichtlich nichts dagegen zu sagen. »Im Zuge der heute in vielen Bereichen gewünschten Entbürokratisierung genügt dafür ein reines Anzeigeverfahren. Und das hat der Hagebau schon vor Monaten bei der Gemeinde Steinhagen eingereicht«, erklärt Bürgermeister Klaus Besser.

»Im Internet kochen die Wogen aber immer höher«

Natürlich gebe es bestimmte Dinge zu beachten: »Der zuständige Feuerwerker trägt die Verantwortung dafür, dass eine solche Vorführung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Er muss beispielsweise auf Dinge wie Mindestabstände zu Personen, Gebäuden oder Fahrzeugen achten«, betont Besser.

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»Im Internet kochen die Wogen immer höher, das ist eher dieser Facebook-Hype.«

Bürgermeister Klaus Besser

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Verkauf an drei Tagen

Der Verkauf von Feuerwerksartikeln läuft vom 29. bis 31. Dezember. Die zugelassenen Feuerwerkskörper sind mit dem CE-Zeichen und einer Registriernummer oder mit der BAM-Zulassung (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) gekennzeichnet.

Auf die Reaktionen Ende vergangenen Jahres angesprochen, sagt Klaus Besser aber auch: »Es gab zwar zwei Beschwerden von Bürgern bei der Gemeinde. Im Internet kochen die Wogen aber immer höher, das ist eher dieser Facebook-Hype. Ich kann allerdings auch verstehen, dass sich zum Beispiel Tierhalter wegen der Knallerei Sorgen machen.«

Dennoch gebe es begründete Ausnahmen von Feuerwerksgenehmigungen, die etwa auf eine besondere Gefährdungslage zurückzuführen seien, erklärt Klaus Besser. So wie in Köln, wo die Behörden im Bereich des Doms und des Hauptbahnhofs kein Feuerwerk genehmigen. »Ein weiteres Beispiel ist der Boulevard am Bielefelder Hauptbahnhof. Nach einer Allgemeinverfügung darf auch dort kein Silvesterfeuerwerk abgebrannt werden«, sagt Besser.

Am Steinhagener Hagebau-Markt wird es auch in diesem Jahr eine Vorführung von Feuerwerksartikeln geben. Sie beginnt am morgigen Mittwoch, 28. Dezember, um 17 Uhr. »Unsere Kunden wünschen das, es kommen jeweils 200 bis 250 Besucher«, sagt Steinhagens Marktleiter Weseler. Er beruhigt: »Ausgebildete Pyrotechniker sorgen für einen korrekten, sicheren Ablauf.«

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