Amshausen-Fans wollen die Trennwirkung der B 68 überwinden »Den Ortsteil wieder vereinen«

(mk). Mit dem immer näher rückenden Lückenschluss der A33 ergeben sich für die Amshausen-Fans neue Perspektiven. Denn es gibt zahlreiche Überlegungen, die B68 zu entschleunigen und in Amshausen eine »neue Mitte« zu schaffen, die die von der Bundesstraße getrennten Ortsteile wieder stärker miteinander verbindet.

In diesen Tagen haben sich mehr als 30 interessierte Bewohner des Ortsteils im Feuerwehr-Gerätehaus getroffen, um die anstehenden Veränderungen in ihrem Ortsteil zu diskutieren. Dabei wurde anhand der langen Themenliste schnell deutlich, dass die Amshausen-Fans sich in den vergangenen Jahren viele Gedanken gemacht haben, wie sie die Attraktivität ihres Ortsteils steigern können. Schon im Frühjahr hatten sie beispielsweise eine Erschließung des Neubaugebietes an der Amshausener Straße über die B68 ins Spiel gebracht, um die Straßen Schuhkamp und Tiergarten zu entlasten. Der Landesbetrieb Straßen NRW erteilt seine Zusage für die Pläne allerdings erst, wenn dafür andere Zufahrtswege auf Amshausener Gebiet wieder zurückgebaut werden. Laut Bürgermeister Klaus Besser steckt man diesbezüglich noch in Verhandlungen.

"

»Noch ist die B68 eine Zäsur. Das wird sich allerdings bald ändern.«

Udo Bolte, Sprecher der Amshausen-Fans

"

Sicher ist in jedem Fall, dass die Amshausen-Fans die Gebiete südlich und nördlich der stark befahrenen Bundesstraße miteinander verbinden möchten. »Noch ist die B68 eine Zäsur. Das wird sich allerdings bald ändern«, sagte ein optimistischer Udo Bolte, der die Zusammenkunft moderierte.

Laut Bolte werden sich mit der Fertigstellung der Autobahn zahlreiche Möglichkeiten ergeben, den Verkehr an der B68 zu beruhigen und auswärtige Fahrer dazu zu bringen, die Strecke zu meiden. »Kreisverkehre oder Schilder mit der Aufschrift „Geschlossene Ortschaft“ wären da sicher probate Mittel«, sagte Bolte, der die Vision hat, vom Schnatweg an bis »möglichst weit in Richtung Bielefeld« eine Tempo 50-Zone einzurichten.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema war die Frage, ob die Straße Am Bahnhof von der Bahnhofsstraße aus für den Autoverkehr gesperrt werden soll, um die schwierige Kreuzungssituation an der Ecke Bahnhofsstraße/An der Jüpke zu entschärfen. Eine Lösung, die Udo Bolte trotz des damit einhergehenden Umweges für Autofahrer über die Liebigstraße befürwortet. Andere Stimmen machten sich allerdings für den Verbleib der Zufahrt stark, sodass die aktuelle Situation wohl vorerst bestehen bleibt.

Die Umwandlung der Bahnhofsstraße von einer Landes- in eine Gemeindestraße wurde ebenso diskutiert wie der Mensa-Anbau an der Grundschule Amshausen. Darüber hinaus gab Bolte bekannt, dass die Ausschreibung zur Realisierung des Jückemühlenwegs beschlossen worden ist. Die Vergabe soll nach den Sommerferien erfolgen, sodass die Amshausen-Fans guter Dinge sind, dass das von ihnen initiierte Projekt noch 2016 fertiggestellt wird.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.