Autofahrer haben an der Queller Straße freie Fahrt – Problem der Verschmutzung bleibt Autobahn 33: Die Brücke ist offen

Steinhagen/Bielefeld (WB). Eine gute und eine schlechte Nachricht für die Steinhagener Autofahrer: Der Weg nach Bielefeld über die Queller Straße ist wieder frei. Seit Dienstag ist die Brücke für den Verkehr geöffnet. Allerdings werden die Autofahrer auch im neuen Jahr mit Verunreinigungen der Fahrbahn rechnen müssen. 

Von Annemarie Bluhm-Weinhold und Markus Poch
Die Markierung fehlt  noch. Zunächst mit Tempo 50, später dann aber mit den gewohnten 70 Stundenkilometern fließt der Verkehr seit gestern Mittag über die Brücke an der Queller Straße. Auch der Radweg verläuft jetzt dort.
Die Markierung fehlt noch. Zunächst mit Tempo 50, später dann aber mit den gewohnten 70 Stundenkilometern fließt der Verkehr seit gestern Mittag über die Brücke an der Queller Straße. Auch der Radweg verläuft jetzt dort. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Dienstagmittag haben die Verantwortlichen vom Landesbetrieb Straßen NRW und des Straßenverkehrsamtes des Kreises Gütersloh die Absperrungen an der Brücke aufgezogen. »Jetzt sind wir aus der Umfahrung raus«, sagte Wilhelm Willenberg, Projektleiter Bauausführung beim Landesbetrieb. Das nimmt nicht nur den Anwohnern eine Last, durch deren Vorgarten die Umfahrung ging, sondern dürfte auch die Pendler freuen, die während des Baus der Rampen monatelang auf dieser wichtigen Verbindung nach Bielefeld mit zuletzt sogar zwei Baustellenampeln hintereinander zu kämpfen hatten. Die Brücke an der Queller Straße ist das letzte große A 33-Bauwerk auf Steinhagener Gebiet, das nun auch fertig ist.

Anwohner verärgert

Indes könnte die Freude über die freie Fahrt auf der Queller Straße nur von kurzer Dauer sein. Denn wenn am 11. Januar die Bauferien zu Ende sind, drohen erneut Matsch und Schlamm auf den Straßen in Steinhagen und Quelle. Die Lkw, die zwischen der Sandabgrabung auf dem Hof Meyer zu Bentrup an der B 68 und der Baustellenzufahrten zur Trasse an der Queller Straße in Steinhagen und der Queller Straße in Ummeln pendeln, verursachen eine erhebliche Dreckspur. In Mitleidenschaft gezogen sind weite Teile der Carl-Severing-Straße.

»Die sollen bei Meyer zu Bentrup ruhig ihren Teich buddeln, aber die Straßen in Quelle müssen sauber bleiben«, fordert Michael Heyn, Anwohner des Hauses Carl-Severing-Straße 125. »Was die Kehrmaschinen hier leisten, bringt leider gar nichts. Der Dreck fährt sich trotzdem in die Einfahrten und Parkbuchten hinein und wird von uns zwangsläufig bis ins Haus getragen«, klagt der 51-jährige Maschinenschlosser. Er spreche auch im Namen mehrerer Nachbarn, die sich seit einigen Tagen über den Matsch an und unter ihren Autos ärgern.

Kehrsaugwagen permanent im Einsatz

Außerdem könne der seifige Schmutzfilm zum ernsthaften Problem für Radfahrer werden: »Wenn die auf dem versauten Radweg mal richtig in die Eisen gehen müssen, dann liegen sie sofort lang«, mahnt Michael Heyn.

Von Straßen NRW heißt es dazu: »Der Schmutz ist uns auch aufgefallen. Wir haben das Problem mehrfach bei der Baufirma angemahnt«, sagte Wilhelm Willenberg. Die Firma Bunte hat nach seiner Auskunft einen so genannten Kehrsaugwagen permanent im Einsatz. Indes scheint das nicht auszureichen. »Das Unternehmen ist verpflichtet, die Straße sauber zu halten«, so Willenberg. Mit Beginn der Bauferien sind die Straßen noch einmal gereinigt worden. »Wir müssen im neuen Jahr nach Lösungen für diese schwierige Situation suchen«, so Willenberg

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