Peter Krebs übernimmt den Bültmannshof und bleibt im Graf Bernhard Das zweite Lokal

Steinhagen/Bielefeld (WB). Peter Krebs übernimmt das Restaurant Bültmannshof in Bielefeld – und bleibt im Hotel-Restaurant Graf Bernhard in Steinhagen.   Mitte März  will er das Lokal, das seit einem guten Jahr geschlossen ist, wieder eröffnen.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Peter Krebs vor seinem neuen, seinem zweiten Restaurant, dem Bültmannshof an der Kurt-Schumacher-Straße in Bielefeld. Anbieten will er dem rustikalen Äußeren entsprechend Landhausküche.
Peter Krebs vor seinem neuen, seinem zweiten Restaurant, dem Bültmannshof an der Kurt-Schumacher-Straße in Bielefeld. Anbieten will er dem rustikalen Äußeren entsprechend Landhausküche. Foto: Bernhard Pierel

Das »Wirtshaus 1802 in Bültmannshof« wird der alteingesessene Bielefelder Gastronomiebetrieb dann heißen. Der Name lässt schon auf das  Konzept schließen, das Peter Krebs hier umsetzen will. »Wir werden hier  Landhausküche anbieten, in der es  beispielsweise Rouladen, Tafelspitz und natürlich saisonale Gerichte gibt. Aber auch Pizza, Aufläufe und Schnitzel stehen auf der Karte«, so Krebs mit dem Hinweis auf ein äußerst gemischtes Publikum. »Wir haben hier die Uni um die Ecke mit 17 000 Studenten und wir haben die Leute aus dem Bielefelder Westen, die   die deutsche Küche wollen«, sagte er. Ein Spagat? »Wir versuchen ihn. Aber ich weiß, dass es funktioniert«, so Krebs.

Und dessen ist offenbar  auch die Warsteiner-Herforder Brauerei gewiss, die die Gaststätte von der Stadt Bielefeld gepachtet hat und an Peter Krebs unterverpachtet. Marc Pixa, Gebietsverkaufsleiter für die Gastronomie bei Warsteiner, sagt: »Die Lage ist gut, und die wirtschaftlichen Daten sind es auch. Der vorherige Betreiber ist schließlich nicht an seinen Umsätzen gescheitert.« Tamaz Kokoian hat, wie berichtet, im September 2014  aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Peter Krebs will auch den persönlichen Spagat zwischen seinem gut eingeführten Betrieb in Steinhagen und dem neuen Lokal in Bielefeld schaffen. »Am Anfang werde ich natürlich viel im Bültmannshof  sein«, sagt er. Für beide Betriebe wird er Restaurantleiter einstellen. Zwölf bis 15  Vollzeit- und Teilzeitkräfte will er im Bültmannshof beschäftigen. Einige Mitarbeiter sind schon verpflichtet. »Wir suchen aber auch noch«, sagt er.

200 Plätze wird das Restaurant haben, 160 der Biergarten, der idyllisch am See liegt und offenbar der eigentliche Grund für Peter Krebs’ Engagement ist: »Mit meiner Familie war ich hier früher schon privat essen und fand es als Gast schon toll, mitten in Bielefeld im Grünen zu sitzen mit dem See im Blick.«

Bis Mitte März werden noch kleinere Umbauarbeiten im vorderen, jüngeren Teil des Gebäudes ausgeführt. Im hinteren Teil, der auch als Saal für Familienfeiern nutzbar ist, kann ohnehin nicht viel verändert werden – Denkmalschutz. Das langgestreckte Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1802.

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