Tempur soll mit seinen Händlern verbindliche Preisvorgaben vereinbart haben Kartellamt: Matratzen-Hersteller muss 15,5 Mio Euro Bußgeld zahlen

Steinhagen/Bonn (dpa). Mit einem Bußgeld über 15,5 Millionen Euro gegen den Matratzenhersteller Tempur hat das Bundeskartellamt mehrere Verfahren wegen Preisabsprachen abgeschlossen. 

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Nach Angaben der Behörde in Bonn muss die Tempur Deutschland GmbH zahlen, weil das Unternehmen aus Steinhagen (Kreis Gütersloh) zwischen 2005 und 2011 mit seinen Händlern verbindliche Preisvorgaben vereinbart hatte.

Wegen vergleichbarer Wettbewerbs-Verstöße hatte das Bundeskartellamt bereits gegen zwei weitere Matratzenhersteller 2014 und 2015 Bußgelder über 8,2 und 3,4 Millionen Euro verhängt. Hinweise auf Preisabsprachen zwischen den Herstellern haben die Ermittler laut Kartellamt nicht gefunden. Bei der Höhe des Bußgeldes hat das Amt berücksichtigt, dass Tempur bei den Ermittlungen kooperiert hat.

Auf Anfrage wollte sich der Hersteller nicht zu der Strafe äußern und verwies auf den Besitzer in den USA.

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