Erst skeptisch, nun begeistert: Suzan Odonkor erzählt, wie sie David bei »Big Brother« erlebt »Ich bin totaler Fan geworden«

Steinhagen (WB). Zuerst sei sie von der Idee nicht sonderlich begeistert gewesen, aber jetzt fiebere  sie mit Freunden und Familie mit – Suzan Odonkor.  Wie ist es, wenn der eigene Mann, Fußballer David Odonkor,  im »Promi Big Brother«-Haus  bei Sat 1 sitzt und viele Menschen in Deutschland  per 24-Stunden-Überwachung dabei zuschauen?

Von Nastasia Pawlak
Suzan Odonkor  hat sich an den Gedanken gewöhnt, ihren Ehemann, David Odonkor, aktuell nur im Fernsehen bei Promi-Big-Brother  zu sehen. Sie ist stolz, wie tapfer er sich schlage und dabei der Mann bliebe, den sie kenne und liebe.
Suzan Odonkor hat sich an den Gedanken gewöhnt, ihren Ehemann, David Odonkor, aktuell nur im Fernsehen bei Promi-Big-Brother zu sehen. Sie ist stolz, wie tapfer er sich schlage und dabei der Mann bliebe, den sie kenne und liebe. Foto: Nastasia Pawlak

Nicht einmal ein halbes Jahr ist es her, dass David Odonkor das Angebot bekam, in das »Big Brother«-Haus zu gehen. »Es interessierte David von Beginn an. Er sah das als eine völlig neue Herausforderung, die einmal nicht etwas mit Fußball zu tun hat. Er wollte an seine Grenzen kommen und hatte einfach Lust dazu. Ich hingegen war noch sehr skeptisch. Es ging alles so schnell, und nun ist er schon länger drin«, sagt Suzan Odonkor.

Idee zunächst nicht ernst genommen

Die ganze Idee hat sie anfangs überhaupt nicht ernst genommen und immer nur halbherzig dabei zugehört.  »Ich habe gelacht und direkt ›Nein‹ gesagt, weil es doch schon sehr privat ist. Ich habe die Sendung früher selbst verfolgt und, naja, da sieht man ja wie das so ist«, erzählt Suzan Odonkor. Menschen blamierten sich, Privatsphäre sei nicht vorhanden und der Sender kenne kein Erbarmen. Das Paar redete lange darüber, auch mit Familie und Freunden. »Am Ende konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden«, sagt Suzan Odonkor.  

Aufgeregter als er

Einige Regeln wurden aber aufgestellt, und auch Tipps von der Frau habe David Odonkor angenommen –  er solle sich nicht verstellen, die Kameras ignorieren, auf keinen Fall nackt duschen und sie bitte nicht verärgern, erklärt die Steinhagenerin. David sei privat ein sehr zurückhaltender,   unglaublich toller Mensch, und einer solchen Person könne auch eine Sendung wie »Big Brother« keinen Schaden zufügen. »Ich habe ihm zur Vorbereitung von den Aufgaben und den Staffeln berichtet, die ich irgendwann gesehen hatte. Damit er sich immerhin ein wenig auf das Kommende und vor allem auf das möglicherweise Schlimmste einstellen konnte«, sagt sie. Aufgeregter als er sei sie gewesen. Davids einzige Hürde: den Koffer packen. Suzan Odonkor übernahm das mit Freude.

Fernseher keine Minute ausgeschaltet

Und dann ging es wirklich los: Die Aufregung, das Gefühl, den eigenen Mann nicht erreichen zu können, der kein Handy und keinen Kontakt nach außen haben darf, und nicht zu wissen wie genau es ihm geht – das sei schon sehr seltsam und ungewohnt, sagt sie. »Dass ich schließlich so mitfiebern werde, hätte ich niemals gedacht. Keine Minute ist der Fernseher ausgeschaltet.« Auch die kleine Tochter Adriana sei aufgeregt und frage ihre Mutter immer wieder, wie es denn Papa gehe und wie er sich mache.

Keine Reue

Was erhofft Suzan Odonkor für ihren Mann? Er solle die Zeit zum Nachdenken nutzen und sich auch mit den extremen Gefühlskonfrontationen auseinandersetzten. Das sei ebenso wichtig wie das Abschalten. Das werde ihm gut tun, da er sonst ein überaus aktiver Mensch  und ständig unterwegs sei. Für sie hingegen sei es derzeit doppelt stressig. »Alles muss ich momentan alleine machen. Er fehlt hier sehr, aber diese Erfahrung ist es uns beiden wert«, sagt Suzan Odonkor. Sie bereue nichts.

Stolz ist auch dabei

Nach einer Woche gefühlt dauerhaftem »Promi Big Brother«-Schauens habe sich ihre Einstellung gegenüber der Situation geändert. »Ich sehe nur noch die Vorteile und bin ein totaler Fan geworden. Zwar ist es seltsam, dass ihn alle anderen auch sehen können, aber alle im Haus mögen meinen Mann und das macht mich sehr stolz. Ich freue mich sehr für ihn, dass alle Bewohner so harmonieren. Das ist das Wichtigste«, sagt sie.

Hoffen auf den Sieg

Jetzt hoffe sie auf eine weitere erfolgreiche Zeit und auf den Sieg ihres Mannes am kommenden Freitag, 28. August. Gespannt sei sie, wie er selbst diese Erfahrung bewerten werde und inwieweit ihn die Zeit präge. David Odonkor werde ihrer Meinung nach wohl noch langen Kontakt mit Daniel und Désirée halten. Und sicher sei: »Geredet wird über dieses Erlebnis immer wieder.«

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