Polizei umstellt Haus am Silvester-Nachmittag Jäger löst Großeinsatz aus

Steinhagen (WB/mapu). Aufregung am Silvestertag: Beim Blick aus dem Fenster haben Nachbarn bewaffnete Männer vor einem Haus an der Teplitzer Straße entdeckt. Die Spezialkräfte der Polizei mussten anrücken, weil ein Jäger angekündigt hatte, sich das Leben zu nehmen.

»Wir mussten mit dem Schlimmsten rechnen, weil der Mann als Jäger Zugang zu Waffen im eigenen Haus hatte«, sagte Polizeisprecherin Corinna Koptik im Gespräch mit dieser Zeitung. Deshalb fuhr die Polizei ein Großaufgebot mit einem Spezialeinsatzkommando aus Dortmund auf. Außerdem wurde eine Verhandlungsgruppe aus Münster hinzugezogen. Deren Kräfte sind speziell für solche Situationen geschult, um Kontakt aufnehmen und deeskalierend wirken zu können.

Die Ehefrau des 75-Jährigen hatte am Mittwoch gegen 12.50 Uhr die Polizei darüber informiert, dass ihr Mann »ernst zu nehmende Suizidabsichten« geäußert habe. Der Mann befand sich nach Polizeiangaben zu diesem Zeitpunkt alleine in seinem Haus, das er mit seiner gleichaltrigen Frau an der Teplitzer Straße bewohnt.

Da er als Jäger Zugriff auf scharfe Waffen besitzt, wurde das Objekt durch Polizeikräfte sofort aufgesucht und weiträumig abgesperrt. Die Spezialkräfte verschafften sich anschließend Zugang zum Haus, konnten aber schnell aufatmen: Der Renter schlief bei ihrem Eintreffen und war unversehrt.

»Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für Außenstehende. Die Sache ist glimpflich ausgegangen«, betont die Polizeisprecherin.

Der 75-jährige Mann wurde in eine Klinik gebracht.Bei der Durchsuchung des Wohnhauses entdeckte die Polizei mehrere Lang- und Kurzwaffen. Diese wurden sichergestellt.

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