Richard Brink GmbH & Co. KG erweitert Produktpalette Vom Blech zum Beton

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Drainage- und Entwässerungssysteme, Wandabdeckungen, Schornsteinverkleidungen – Blech ist das Material, auf dem der Erfolg der Richard Brink GmbH & Co. KG gegründet ist.

Von Bernd Steinbacher
Die Richard Brink GmbH Co. KG produziert mittlerweile selbst Betonrinnen. Damit hat das Unternehmen die Produktpalette erneut erweitert. Lagerist Thomas Stein holt aus dem Lager fertige Rinnen, die der Entwässerung dienen.
Die Richard Brink GmbH Co. KG produziert mittlerweile selbst Betonrinnen. Damit hat das Unternehmen die Produktpalette erneut erweitert. Lagerist Thomas Stein holt aus dem Lager fertige Rinnen, die der Entwässerung dienen. Foto: Bernd Steinbacher

Doch die Anforderungen des Marktes ließen den Tüftler unter den Brüdern, Produktionsleiter Matthias Brink, keine Ruhe. Er entwickelte auch für den Lkw-Verkehr überfahrbare Schwerlastrinnen aus Beton. Sie werden seit September des vergangenen Jahres im Hause Brink an der Görlitzer Straße produziert und stellen eine deutliche Erweiterung der Produktpalette dar.

»Als die Bauwirtschaft Entwässerungsrinnen aus Beton forderte, haben wir versucht, mit den klassischen Herstellern zusammenzuarbeiten, doch daraus wurde nichts«, sagt Stefan Brink, einer der Geschäftsführer im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Er habe das Gefühl gehabt, nicht so richtig ernstgenommen zu werden. So sei die Entscheidung gefallen, selbst Betonrinnen zu produzieren.

Stabil und leicht

Das war vor etwa zwei Jahren. Der Anspruch war dabei, besser als die Konkurrenz zu werden. Der Tüftler musste ran, und nach etwa einem Jahr Entwicklungsarbeit war das Ergebnis test-, etwas später serienreif. Verwendet wird besonderer Hochleistungsbeton, der sehr stabil, aber leicht ist. »Unsere Rinnen wiegen pro Meter nur etwa 20 Kilogramm, haben ein Nut- und Federsystem mit Gummidichtung und integrierte Griffe zum leichteren Verbauen«, erklärt Stefan Brink das neue Produkt. Und der dritte Bruder Sebastian Brink, fürs Marketing zuständig, erzählt, dass auf der Messe bei anderen Anbietern die Überraschung groß gewesen sei, wie glatt die Oberfläche in den Rinnen ist. Grund dafür sei ein innovatives, selbst entwickeltes Produktionsverfahren.

Positive Resonanz

»Die hohen Entwicklungskosten und die Investitionen in eine neue Halle und in spezielle Maschinen haben sich gelohnt«, sind sich die beiden Brüder einig. »Die Resonanz ist sehr positiv.« Ein wichtiges Bauvorhaben, bei dem die neuen Rinnen eingesetzt werden, ist die Umgestaltung der Pforzheimer Innenstadt – etwa 500 Meter Betonrinnen von Brink werden verbaut.

Um den Kundenwünschen gerecht zu werden, gibt es bereits vier Betonrinnenmodelle in verschiedenen Breiten, acht sollen es in Kürze werden.

Um Platz für die neue Produktion und zusätzliche Mitarbeiter zu haben, wurde ab 2017 die 1500 Quadratmeter große Halle gebaut. Sie soll Mitte März fertiggestellt sein. Dann erfolgt der Umzug. Allein für die Betonrinnenproduktion wurden sechs Mitarbeiter eingestellt.

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