F.K.S. Fördertechnik GmbH ist Spezialist für Ketten Hitzebeständig bis 1000 Grad

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Fahrradketten oder eine Antriebskette für einen Miststreuer, das ist nicht ihr Ding. Die Spezialisten für Förderketten, Antriebsketten und Kettenräder kümmern sich hauptsächlich um besondere Anforderungen in Unternehmen, planen zum Beispiel für die Lebensmittel-, Zement- und für die Holzindustrie.

Von Bernd Steinbacher
Ludger Schürmannn (links) und Michael Schürmann sind die beiden Geschäftsführer der F.K.S. Fördertechnik GmbH. Sie zeigen eine spezielle Antriebskette und (vorn) ein Stück einer Buchsenförderkette für eine Flaschenreinigungsanlage.
Ludger Schürmannn (links) und Michael Schürmann sind die beiden Geschäftsführer der F.K.S. Fördertechnik GmbH. Sie zeigen eine spezielle Antriebskette und (vorn) ein Stück einer Buchsenförderkette für eine Flaschenreinigungsanlage. Foto: Bernd Steinbacher

»Wir entwickeln nach den Anforderungen unserer Kunden Lösungen, designen Ketten passgenau für die jeweilige spezielle Verwendung«, sagt Michael Schürmann. Er ist, ebenso wie sein Bruder Ludger, Geschäftsführer der F.K.S. Fördertechnik GmbH in Schloß Holte-Stukenbrock.

In einem Zementwerk ist es staubig, die Förderketten sind extremen Belastungen ausgesetzt, nennt der 52-Jährige ein Beispiel. »Die Qualität muss stimmen, ein Produktionsausfall würde enorme Kosten nach sich ziehen«, erklärt Schürmann. Ebenso sei es bei hitzebeständigen Ketten, die Temperaturen bis 1000 Grad aushalten müssen. Nur wenige Firmen könnten diese Ketten qualitativ gut herstellen. »Unser Fachwissen, wer was gut kann, ist die Grundlage unseres Unternehmens.« Es sei schon häufiger vorgekommen, dass Kunden deutlich billigere Ketten aus dem Ausland einsetzten, dann aber wieder zu ihnen zurückgekommen seien.

Grundstein 1991 gelegt

Den Grundstein für das Familienunternehmen hatte ihr Vater Anton Schürmann gelegt, der sich im Alter von 56 Jahren entschloss, sich mit dem Verkauf von Spezialketten selbstständig zu machen. Das war 1991. Zuvor war er in einer Kettenfabrik in Ummeln als kaufmännischer Leiter tätig. 1996 stieg Sohn Michael ins Unternehmen ein. 2004 folgte Ludger Schürmann dem Ruf der Familie. Der Maschinenbau-Ingenieur war bei einem Automobilzulieferer tätig. »Es ist schon besser, sein eigener Herr zu sein«, sagt der 53-Jährige.

Das Unternehmen ist im Oktober 2017 aus Gütersloh ins Gewerbegebiet »Augustdorfer Straße« an die Konrad-Zuse-Straße gezogen. Der Umzug ist noch nicht ganz abgeschlossen, das Lager aus Verl muss noch an den Firmensitz verlegt werden. Das Grundstück haben sie 2016 gekauft, insgesamt etwa 850.000 Euro investiert. Dafür haben sie jetzt Platz, mit 250 Quadratmetern genügend Bürofläche, dazu 500 Quadratmeter Lager- und Produktionsfläche. Zu fünft sind sie hier tätig, Tendenz steigend. Weitere gewerbliche Mitarbeiter arbeiten in Partnerunternehmen ausschließlich für sie.

Kurze Wege

Die beiden Geschäftsführer loben den Standort. Zulieferer von Baugruppen kommen aus Schloß Holte-Stukenbrock selbst, da gibt es kurze Wege. Zudem ist die Autobahn in der Nähe. »Die Stadtverwaltung ist klasse«, sagt Ludger Schürmann zur zügigen Bearbeitung des Bauantrags. Gute Gespräche gab es mit Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten. Dass die Gewerbesteuer niedrig ist, freut sie, war aber nicht ausschlaggebend. »In Gütersloh haben wir kein geeignetes Grundstück gefunden.«

Der Firmensitz ist auf weiteres Wachstum ausgelegt. Eine eigene Fertigung für zusätzliche Produkte wird aufgebaut. »Die eigene Produktion geht aber nicht auf Kosten der bisherigen Lieferanten«, sagt Michael Schürmann.

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