130 Besucher beim Pfarrkarneval St. Heinrich Sende – Publikum total begeistert Märchenhaft schön

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Spieglein, Spieglein an der Wand, es ist wieder Karneval im Sender Land!«, begrüßt Nicole Brill märchenhaft das närrische Publikum im Pfarrheim St. Heinrich in Sende. Die Stimmung war fantastisch.

Von Manuela Fortmeier
Als Schneewittchen (Barbara Steinmann) und die sechs Zwerge sorgen Kirsten Großerüschkamp, Nicole Brill, Udo Jacobebbinghaus, Klara Aistermann, Claudia Vorreiter und Vikar Christian Albert schon zu Beginn der Veranstaltung für viel Beifall.
Als Schneewittchen (Barbara Steinmann) und die sechs Zwerge sorgen Kirsten Großerüschkamp, Nicole Brill, Udo Jacobebbinghaus, Klara Aistermann, Claudia Vorreiter und Vikar Christian Albert schon zu Beginn der Veranstaltung für viel Beifall. Foto: Manuela Fortmeier

Lebendig, bunt und vor allem humorvoll gibt sich der Sender Pfarrkarneval am Samstagabend während der inzwischen vierten Auflage. Mit einem fröhlichen, stimmungsvollen Programm zum Motto »Märchen«, hat der St.-Heinrich-Rat zusammen mit vielen Helfern die Besucher bestens unterhalten. Und nicht nur das. Das Narrenschiff kocht. Da tanzt Schneewittchen mit dem Räuber, die Piraten mit der Nonne. Auch sonst gibt es auf der Bühne und im Saal am Abend alles, was gute Laune produziert. Natürlich lässt die gute Stimmung nicht lange auf sich warten.

Schon gleich zu Beginn mischen Schneewittchen (Barbara Steinmann) und die sieben, pardon, sechs Zwerge (Käthe Nieweg ist erkrankt) das närrische Völkchen richtig auf. Da erleben die 130 kostümierten Frauen und Männer Karneval in all seinen Facetten. Da wird getanzt und gebützt, und sogar Karl Lagerfeld, hinter diesem aufwendigen Kostüm steckt Bettina Hörster, ist nach Sende gekommen, »weil man hier so wunderschön feiern kann«. Zusammen mit ihrer Schwester Sabine Knoll, sie ist in die Rolle einer glamourösen Baronin geschlüpft, und mit Mutter Giesela Hörster. Sie ist bereits zum dritten Mal beim Pfarrkarneval dabei.

Karneval als Kraftquelle

»Karneval ist für mich eine Kraftquelle, von der ich das ganze Jahr zehren kann. Man hat die Möglichkeit, in eine Rolle zu schlüpfen, diese als kreativer Geist zu gestalten und auszuleben«, sagt Sabine Knoll. »Man darf im positiven Sinne einmal im Jahr aus seiner Haut heraus«, bringt es Giesela Hörster auf den Punkt.

Immer wieder, auch als die Kfd Sende in Dirndln und Krachlederhosen auf der Bühne schuhplattlern und beim herrlich erfrischend vom St.-Heinrich-Rat dargestellten Sketch »Aschenputtel«, belohnt das Publikum die Akteure auf der Bühne mit fulminantem Applaus und Stimmungsraketen.

Witzig und charmant führt Nicole Brill die gut aufgelegten Jecken durch das Programm. »Wir kommen jedes Jahr zum Sender Pfarrkarneval. Die Veranstalter wissen hier genau, wie man Leute gut unterhält und wenn wir Sender nicht kommen, wer dann?«, lobt Inge Brok das Engagement der Mitwirkenden.

Grandioses Finale

Und während DJ Thomas Buschmann in Sende den ganzen Abend musikalische Wünsche erfüllt und für eine rappelvolle Tanzfläche sorgt, steht zwei Stunden vor Mitternacht das Finale an. Die Stars und Sternchen der angesagten Schlagerszene sind eingetroffen. Und dann bebt der Saal. Da kann und will keiner mehr still sitzen, als Anna-Maria Zimmermann (Klara Aistermann) ihren Partysong »Blaue Augen« und sofort danach, Andreas Gabalier (Udo Jacobebbinghaus) das legendäre »Hulapalu« zum besten geben. Energiegeladen stürmt auch Micky Krause (Kirsten Großerüschkamp) mit dem Partykracher »Schatzi, schenk mir ein Foto« den Saal und Claudia Vorreiter reist gleich mit einem Fanclub als Puhdys an und heizt die ohnehin gute Stimmung noch mal mit den »Eisbären« an. Extrem wandelbar, kurz zuvor noch als bezauberndes Schneewittchen, singt Barbara Steinmann dann »Amore« von DJ Ötzi. Und als Helene Fischer (Nicole Brill) die Bühne erobert, tobt der Saal.

Und falls die Sender Männer in den nächsten Tagen zu allem »Okay« sagen, ist es dem Auftritt von Udo Jakobebbinghaus als »Aschenputtel« geschuldet, der das »Okay« in seiner Rolle so herrlich wie kein anderer hervorbrachte.

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