Stukenbrocker Pfarrkarneval: Olympische Winterspiele in ausverkaufter Schützenhalle Karnevalistisches Feuer entzündet

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ende der Woche beginnen die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Vor dem großen Ereignis sind die »Athleten« des 41. Stukenbrocker Pfarrkarnevals am Samstagabend vorgeprescht und haben karnevalistische Winterspiele in die Schützenhalle geholt.

Von Uschi Mickley
Seit 20 Jahren ein Garant für Spaß: Die Poppnasen feiern ein sportliches ein Bühnenjubiläum beim Pfarrkarneval mit olympischen Ringen. »Die Letzten Drücker« haben das »Best of« der Poppnasen innerhalb kürzester Zeit einstudiert – olympisch gut.
Seit 20 Jahren ein Garant für Spaß: Die Poppnasen feiern ein sportliches ein Bühnenjubiläum beim Pfarrkarneval mit olympischen Ringen. »Die Letzten Drücker« haben das »Best of« der Poppnasen innerhalb kürzester Zeit einstudiert – olympisch gut. Foto: Uschi Mickley

Und was die rund 50 Akteure in der ausverkauften Schützenhalle im dreistündigen Programm geboten haben, war in der Tat olympiareif und ein Spektakel der Extraklasse. Das war ein sportlicher Abend – voller Spaß, Humor und sensationellen Tänzen.

Tosend ist der Applaus schon beim Einzug aller Akteure in die winterlich dekorierte Schützenhalle. Christian Nagel, Verena Pauleikhoff und Magnus Brock beschwören den olympischen Eid. Ein Film zeigt eingangs, wie dem bewährten Team mit dem Entfachen des olympischen Feuers ein großer Coup gelingt. Gebannt verfolgen knapp 400 Karnevalisten, wie die Fackel von Träger zu Träger durch die Stadt weitergereicht wird.

Ausgebremst am Bahnübergang

Als Bürgermeister Hubert Erichlandwehr übernimmt, läuft noch alles rund. Welch abenteuerlichen weiten Weg das Feuer durch alle Ortsteile zurücklegen muss, bekommt vor allem Magnus Brock zu spüren. In Schloß Holte muss er am Bahnübergang die Wartezeit, bis der Zug endlich vorbeigerauscht ist, mit Gymnastikübungen überbrücken. Auch ist nicht zu übersehen, dass Bart und Haare von Christian Nagel unaufhörlich wachsen, während er schweißtreibend über die lange Liemker Kattenheide läuft. Als Moderator Nagel endlich mit der Fackel eintrifft und das Feuer auf dem Dach der Schützenhalle feierlich entzündet wird, bricht ohrenbetäubender Jubel aus.

Sensationen erschüttern das Zwerchfell

Auch das übrige Programm wartete mit Sensationen auf. Zwerchfellerschütternd fegen die Kfd-Theatertanten über die Bühne und begeistern das Publikum mit Klatsch und Tratsch. Viele Lacher heimst auch erstmalig auch das Dream Team mit Manfred Bonensteffen, Ulrich Teipel und Ilona Pott ein, das mit seinem Sketch »Stehlampe« zeigt, wie man sich erfolgreich vor der Arbeit drücken kann. Weniger Glück mit der Männerwelt, aber die Lacher auf ihrer Seite hat Russin Irina (Cilly Seliger). Geheimnisvolle deutsche Männer mit Yoga-Matte und Brille sind so gar nicht nach ihrem Geschmack. Gibt sie doch einem russischen Mann mit Putin-Brust den Vorzug und macht sich auf den Weg nach Augustdorf.

Wenn Emojis in der Therapie erzählen

Mit den Poppnasen haben die Feiergäste, die bunt verkleidet schunkeln, lachen und juchzen, ihren Spaß. Dass lachende »Emojis« zu einem echten Beziehungskiller werden können, wird schließlich in einer Therapie entlarvt. Die närrische Truppe unterhält das Publikum nicht nur mit Sketchen, sondern lässt sich auch nur zu gern für ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum von den »Letzten Drückern« feiern. Dabei werden die Poppnasen von ihren Karnevals-Kollegen mit einem gekonnten Tanzmedley überrascht. Zunächst im Zootiere-Outfit, dann als Bofrost-Tänzer und schließlich als Fußballer beim FC-Stukenbrock, verkünden diese vollmundig: »Geht doch zum VfB nach Schloß Holte, wir gehen in die Tor-Deele.«

Zum Brüllen komisch ist der Auftritt der Joke Cookies, die mit ihrer Thermomix-Tanzshow eindrucksvoll beweisen, dass das Glücksgerät der Hausfrau sogar Socken waschen kann.

Großartige Tanzeinlagen

Großartig sind durchweg alle Tanzeinlagen. Hinreißend die Tanzgruppe »Let’s Fetz« mit ihrer James-Bond-Choreografie. Gänsehautfeeling versprühen die Suprise Dancer, die das Publikum mit einer atemberaubenden Premieren-Tanzshow in fantasievollen Kostümen mit afrikanischem Rhythmus derart verzaubern, dass vehement eine Zugabe gefordert wird. Diese wird von der Gruppe sogleich gewährt. Ebenfalls elektrisierend ist der Auftritt des Spielmannszuges, der mit Trommelwirbel im Schwarzlicht begeistert.

Die olympischen Winterspiele haben die Aktiven zu einfallsreicher Deko inspiriert. Schlitten, Skier und sogar eine alte Skilift-Gondel, die als Kassenhäuschen dient, sorgen für die passende Atmosphäre einer Hüttengaudi. Alle Aktiven steckten viel Liebe in das noch so kleinste Detail. Vor den Toiletten müssen sich die Feiergäste einer Doping-Kontrolle unterziehen. An der großen Theke werden leistungssteigernde Getränke angeboten.

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