FDP-Bürgerpreis für die beiden Dorfgemeinschaften Liemke und Stukenbrock-Senne Mehr Lebensqualität

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement des FDP-Ortsvereins geht zu gleichen Teilen an die Dorfgemeinschaften von Stukenbrock-Senne und Liemke.

Von Matthias Kleemann
Stellvertretende FDP-Ortsvereins-Vorsitzende Ulla Lehmann (links) und Vorsitzender Gerhard Blumenthal (rechts) ehren Manfred Vorderbrüggen und Günter Kerstingtombroke von den Liemker Dorfentwicklern sowie Sigrid Hettmanski (Kassiererin) und Hermann-Josef Brummelte (Vorsitzender) vom Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne«.
Stellvertretende FDP-Ortsvereins-Vorsitzende Ulla Lehmann (links) und Vorsitzender Gerhard Blumenthal (rechts) ehren Manfred Vorderbrüggen und Günter Kerstingtombroke von den Liemker Dorfentwicklern sowie Sigrid Hettmanski (Kassiererin) und Hermann-Josef Brummelte (Vorsitzender) vom Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne«. Foto: Matthias Kleemann

Stellvertretende FDP-Vorsitzende Ulla Lehmann überreichte gestern Nachmittag im Schlosskrug an Hermann-Josef Brummelte und Sigrid Hettmanski vom Verein »Unser Dorf Stukenbrock-Senne« und an Manfred Vorderbrüggen und Günter Kerstingtombroke von den Liemker Dorfentwicklern je einen Geldbetrag von je 200 Euro, einen Gutschein für einen Apfelbaum, eine Kiste Äpfel und eine Urkunde.

Beide Vereine hätten es sich zum Ziel gesetzt, mehr Lebensqualität für die Menschen zu erreichen. Damit würden sie dem Gedanken gerecht, die Heimat zu stärken, gerade so wie man sich das im neuen nordrhein-westfälischen Heimatministerium vorstellt.

»Wir freuen uns über so viel und so vielfältiges Engagement in Stukenbrock-Senne und Liemke und wünschen beiden Vereinen weiterhin Erfolg«, sagte Lehmann. Sie würdigte auch, dass nicht nur jede der Dorfgemeinschaften für sich aktiv, sondern dass man auch zusammenarbeitet und sich ohne Konkurrenzdenken gegenseitig unterstützt.

Viele Ideen umgesetzt

Zuvor hatte sie die Aktivität der beiden Vereine ausführlich beleuchtet. In Stukenbrock-Senne habe alles damit begonnen, dass die Bürger sich beklagten, dass schneller Internetzugang fehlte. Hinzu kam im Jahr 2007 der geplante Abriss des alten Pfarrhauses. Man wehrte sich und schloss sich zusammen. Das Pfarrheim konnte erhalten werden und wurde in die Emserlebniswelt einbezogen. 2008 nahm man zum ersten Mal an dem Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« teil. Ein Dorfentwicklungskonzept wurde erarbeitet, viele Ideen wurden umgesetzt: die Umgestaltung der Emsquelle, der Emserlebnisweg, der Bürgerradweg, die Mitnutzung der Sportstätten der Landespolizeischule, Wanderwege, der Neubau des Sportheims, eine Boßelstrecke, die BMX-Bahn. 2014 gewann Stukenbrock-Senne den Kreiswettbewerb und nahm am Landeswettbewerb teil, bei dem das Dorf eine Bronzemedaille errang. 2014 erfolgte auch die Vereinsgründung. Damit wird deutlich, dass die Stukenbrock-Senner noch viel vorhaben. Ein Ziel der Zukunft sei die Erarbeitung eines Konzepts für einen Kompromiss zwischen Naherholung und einem verträglichen Industriegebiet.

In Liemke begannen die Aktivitäten erst im Jahr 2011, und zwar sofort mit der Teilnahme am Kreiswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«. Dreimal hat das Dorf insgesamt teilgenommen und jedesmal einen Sonderpreis errungen. Auch hier wurde ein Dorfentwicklungskonzept aufgestellt. In einer Bürgerversammlung wurde festgelegt, welche Projekte man angehen will. Umgesetzt wurden der Heiligenhäuschenweg und die Umgestaltung der Wapelaue. Auch in Liemke gibt es Pläne: Eine Umgestaltung der Dorfmitte, ein Bürgerbüro im Schützenhaus, ein grünes Klassenzimmer.

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