Vierte Reinigungsstufe des Klärwerks soll um Sandfilter ergänzt werden Damit der Mann ein Mann bleibt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Rückstände von Medikamenten in den menschlichen Ausscheidungen – Antibiotika, die Pille, Kontrast- und Schmerzmittel – landen bisher in der Wapel und letztlich wieder im Trinkwasser. Hormonrückstände haben schon zur Verweiblichung von Fischen geführt.

Abwassermeister Hubert Bülter (links) und Fachbereichsleiter Manfred Bonensteffen wollen das Abwasser von Hormonen und Medikamenten befreien.
Abwassermeister Hubert Bülter (links) und Fachbereichsleiter Manfred Bonensteffen wollen das Abwasser von Hormonen und Medikamenten befreien. Foto: Monika Schönfeld

Damit der Mann ein Mann bleibt, hat der Rat im Dezember beschlossen, diese Rückstände mit einer Ozonierung im Klärwerk in nicht gefährliche Bestandteile aufzuspalten (Metaboliten). Dem Energie- und Umweltausschuss, der am Mittwoch, 24. Januar, tagt, schlägt die Verwaltung vor, gleich einen zusätzlichen Sandfilter zu bauen. Die geplante Ozonierung kostet 2,65 Millionen, der zusätzliche Sandfilter 2,4 Millionen Euro. Bei Investitionen in Höhe von 5.05 Millionen Euro bleibt nach Abzug der Förderung in Höhe von 3,53 Millionen Euro ein Eigenanteil von 1,51 Millionen (ohne Sandfilter waren 800.000 Euro Eigenanteil veranschlagt). Die Abwasserbearbeitung wird voraussichtlich um 19 Cent pro Kubikmeter teurer.

Der Sandfilter kann nur gleichzeitig mit der Ozonierungsanlage gebaut werden. Planung und Förderantrag brauchen bis zur Genehmigung Zeit. Mit einer Bewilligung rechnet der Leiter des Fachbereiches Tiefbau und Umwelt, Manfred Bonensteffen, erst Ende des Jahres, so dass erst 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Die Fertigstellung der vierten Reinigungsstufe ist dann für 2021 zu erwarten. Das Planungsbüro pfi wird die Planung vorstellen.

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