Rekord bei genehmigter Investitionssumme für Bauvorhaben in Schloß Holte-Stukenbrock 50-Millionen-Marke geknackt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Bauboom in Schloß Holte-Stukenbrock: Mit 50,63 Millionen Euro für 2017 ist die genehmigte Investitionssumme für Neubauten aller Art noch einmal deutlich höher als 2016 mit 45,68 Millionen.

Von Bernd Steinbacher
Der Unternehmenstandort der Richard Brink GmbH & Co. KG aus der Luft. Erneut wird die Produktionsfläche vergrößert. Die im vergangenen Jahr genehmigte neue Halle soll Ende Februar fertiggestellt werden.
Der Unternehmenstandort der Richard Brink GmbH & Co. KG aus der Luft. Erneut wird die Produktionsfläche vergrößert. Die im vergangenen Jahr genehmigte neue Halle soll Ende Februar fertiggestellt werden. Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Martin Venne, Fachbereichsleiter der Bauaufsicht bei der Stadtverwaltung, macht einen zufriedenen Eindruck. Denn nicht nur die Summe ist ein neuer Rekord. Die Zahl der 2017 beantragten Wohnungen liegt auf einem hohem Niveau. »Allein 111 Wohnungen entstehen in Mehrfamilienhäusern, deutlich mehr als in den Vorjahren«, sagt Venne. Weitere 60 befinden sich in Ein- und Zweifamilienhäusern. Für das Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT hat der Fachbereichsleiter noch weitere Zahlen herausgesucht. So wurden von den insgesamt 171 Wohnungen 52 als sozialer Wohnungsbau gefördert. »Der Bedarf an Wohnungen ist da.« So viele Wohnungen wurden in den vorherigen Jahren nicht gebaut. 2012 waren es nur 91 insgesamt, 2016 138.

Größerer Neubau nach Abriss

Beim Wohnungsbau bestätigt sich auch kreisweit ein Trend. »Die Halbwertszeit von Häusern ist nicht mehr so hoch wie früher«, sagt Venne. So würden derzeit bereits 30 oder 40 Jahre alte Häuser abgerissen und nicht modernisiert. »Das ist leider nicht nachhaltig.« Manch privater Eigentümer wolle nur nach neuestem Standard bauen bei vergleichbarer vorheriger Größe. Doch werde zum Beispiel ein älteres Einfamilienhaus an Investoren verkauft, dann werde oft ein viel größeres Gebäude mit mehreren Wohnungen errichtet, »was das Grundstück hergibt«.

Für 2017 beantragte neue Betriebsgebäude weist die Statistik zehn aus. Elf waren es im Vorjahr. Das sind größere Hallen. »Das größte im Vorjahr genehmigte Bauvorhaben befindet sich am Grenzweg. Dort errichtet ein Unternehmen eine etwa 100 Meter lange und 75 Meter breite Halle«, sagt Venne.

Deutlich mehr Einnahmen

Gebaut wurde auch im Gewerbegebiet Augustdorfer Straße und erneut bei der Richard Brink GmbH & Co. KG an der Görlitzer Straße. Dort entsteht eine Halle für eine Betonrinnenproduktion, wie Stefan Brink, einer der Geschäftsführer, gestern auf Anfrage sagte. Die neue Halle ist 1500 Quadratmeter groß.

Wenn viel gebaut wird, steigen auch die Einnahmen der Verwaltung. Geplant waren 215.000 Euro. 321,700 Euro stehen in der Abrechnung. »Große Gebühren entstehen nur bei großen Gewerbebauten. Pro 1000 Euro Rohbaukosten sind das 13 Euro«, erklärt der Fachbereichsleiter. Bei privatem Bau lägen diese Kosten bei 6 Euro pro 1000 Euro Rohbaukosten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.