Zehnter Bürgerpreis – FDP ehrt Drei-Schulen-Theater Berühmte drei Affen überreicht

Von Bernd Steinbacher Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Drei-Schulen-Theater ist in diesem Jahr Preisträger des FDP-Bürgerpreises für besonderes ehrenamtliches Engagement. Der Preis wurde beim Neujahrsempfang der Liberalen verliehen.

Sie sind Schauspieler und stellen dar, was sie geschenkt bekommen haben: die berühmten drei Affen. Die FDP Schloß Holte-Stukenbrock hat das Drei-Schulen-Theater mit dem Bürgerpreis für besonders ehrenamtliches Engagement geehrt.
Sie sind Schauspieler und stellen dar, was sie geschenkt bekommen haben: die berühmten drei Affen. Die FDP Schloß Holte-Stukenbrock hat das Drei-Schulen-Theater mit dem Bürgerpreis für besonders ehrenamtliches Engagement geehrt. Foto: Bernd Steinbacher

»Das Drei-Schulen-Theater spielt gegen das nicht Sehen wollen, nicht Hören und nicht darüber sprechen«, sagte Ulla Lehmann, stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende bei der Preisübergabe im Schlosskrug. »Da liegt es nahe, den Mitgliedern die berühmten drei Affen zu überreichen, als Symbol dafür, dass man hinsehen, hinhören und darüber sprechen soll.« Eigentlich gehörten noch zwei weitere Affen dazu: der des nicht Vergessens und der des nicht Denkens. »Denn man muss auch die Vergangenheit erfassen und immer selbst denken«, betonte Ulla Lehmann.

Das Drei-Schulen-Theater (3ST, gesprochen Dreist) will provozieren, aufwühlen, aufmerksam machen, aus der Wohlfühlzone herausholen, aktivieren, die Hand in die Wunde legen. »Das kann man nur, wenn man dreist ist«, so Lehmann.

In ihrer Begründung stellte sie heraus, dass in den vergangenen drei Jahren je ein Theaterstück von Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Theaterpädagogen Canip Gündoglou, Daniel Scholz und Demokrat Ramadani selbst geplant, geschrieben, geprobt und aufgeführt worden. Sie erinnerte an die Anfänge in Verbindung mit dem Jugendparlament. Die Theatergruppe geht auf die drei weiterführenden Schulen zurück. »Jetzt sind es vier, demnächst nur noch zwei – der Name bleibt.«

Sogar im Ratssaal gespielt

Alle Stücke sind auf die Stadt bezogen, die Spielstätten waren die Aula, die Versöhnungskirche und sogar der Ratssaal. »Jugendliche unterschiedlichen Alters und Herkunft und Perspektive treffen aufeinander und entwickeln etwas gemeinsam«, lobte Lehmann. Demokrat Ramadani sei die zentrale Person des Drei-Schulen-Theaters.

Ramadani bedankte sich mit einer launigen Rede. »Es ist toll, dass die Arbeit der Jugendlichen und der Theaterpädagogen auch abseits der Aufführungen eine Würdigung erfährt.« Auch die 300 Euro seien eine willkommene Unterstützung. »Wir sind uns natürlich bewusst, dass wir uns mit diesem Preis gewissermaßen politisch beeinflussen lassen. Wir hoffen allerdings, dass sich die andern Parteien dadurch motiviert fühlen, uns auch mit Preisen auszuzeichnen. Auch die Stadt oder heimische Privatleute sind uns als Förderer sehr willkommen.« Denn: Das 3ST träumt von einem eigenen Theaterhaus. Die nächste Aufführung ist in Arbeit.

Ramadani erinnerte daran, dass es ohne das Jugendparlament 3ST nicht geben würde. Deshalb werde der Preis mit dem Jupa geteilt. Er lobte die beiden Lehrerinnen Daniela Hartmann und Claudia Brhel von der Realschule. Sie haben 2009 geholfen, eine schulübergreifende Theater AG zu gründen und sind die guten Seelen im Hintergrund und Unterstützer.

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