Fachausschuss stimmt Förderung des Familienzentrums Laubhütte zu Weg frei für mehr U3

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das dürfte viele Eltern und die evangelische Kirchengemeinde freuen: Die Erweiterung des Familienzentrums Laubhütte wird von der Stadt mit einem Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro gefördert.

Von Bernd Steinbacher
Das Familienzentrum Laubhütte soll erweitert werden. Erzieherin Katrin Grunwald steht mit den Kindern Fiona (5), Ali Cem (2) und Jakob (5) an der Stelle des geplanten Anbaus. Sie haben sich trotz des Schneefalls herausgewagt. Betreut werden könnten nach der Erweiterung in Richtung Parkplatz in einer Gruppe zehn Kinder unter drei Jahren.
Das Familienzentrum Laubhütte soll erweitert werden. Erzieherin Katrin Grunwald steht mit den Kindern Fiona (5), Ali Cem (2) und Jakob (5) an der Stelle des geplanten Anbaus. Sie haben sich trotz des Schneefalls herausgewagt. Betreut werden könnten nach der Erweiterung in Richtung Parkplatz in einer Gruppe zehn Kinder unter drei Jahren. Foto: Bernd Steinbacher

Diese Förderung hat der Familien-, Demografie- und Integrationsausschuss ohne Diskussion einstimmig beschlossen. Unter den Zuhören im Rathaus befand sich auch Erika Hieronymus, Leiterin der Laubhütte in Stukenbrock. Sie freut sich über die positive Entscheidung. Haupt- und Finanzausschuss sowie der Stadtrat müssen allerdings noch zustimmen. Der Rat tagt am Dienstag, 21. Februar.

Im November 2016 beantragte die Kirchengemeinde als Träger des Kindergarten den Zuschuss. Das bestehende Gebäude soll so erweitert werden, dass zehn zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) entstehen. Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, hat das Kreisjugendamt Gütersloh den Bedarf an Betreuungsplätzen bestätigt. Auch die Kirchengemeinde hatte darauf hingewiesen, dass Eltern immer mehr nach einer Betreuung von ein- und zweijährigen Kinder fragten. In größerem Umfang war das bisher nicht möglich. Derzeit besuchen sechs Kinder unter drei Jahren die Einrichtung an der Lindenstraße.

Die Baukosten für den Anbau in Richtung Parkplatz belaufen sich nach einer Aufstellung des Architekten Volker Weege auf 304 000 Euro, deutlich günstiger als der erste Entwurf. Danach sollte der Bau anders angeordnet werden. Nun fallen zwar zwei bis drei Parkplätze weg, doch das bestehende und mit Spielgeräten und Pflanzen gestaltete Außengelände muss nicht weichen. Das spart Geld. Die Stadtverwaltung sieht den Wegfall der Parkplätze als unproblematisch an.

Fertigstellung für Herbst geplant

Finanziert werden soll das Bauvorhaben mit 180 000 Euro zugesagten Landesmitteln, mit dem städtischen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro, 20 000 Euro vom Kreis und dem Eigenanteil der Kirchengemeinde in Höhe von 54 000 Euro. Dazu soll ein Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen werden.

Stimmt der Stadtrat zu, soll so schnell wie möglich mit dem Anbau begonnen werden. Angebaut werden sollen ein Ruheraum, ein kleiner und ein großer Gruppenraum. Das bringt zusätzliche 86 Quadratmeter. Läuft alles nach Plan, sollen schon im Herbst Kinder in ihr neues Reich einziehen können.

Der Zuschuss der Stadt ist daran gekoppelt, dass die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. Das Geld soll im Haushalt 2017 bereit gestellt werden, ebenso wie die Mittel für den Betriebskostenzuschuss. Die Stadt leistet für jede Kindertagesstätte einen freiwilligen Betriebskostenzuschuss. Durch die nun vorgesehene Erweiterung würde dieser Zuschuss um etwa 11 000 Euro jährlich steigen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.