79-jähriger Joachim Ploch wird seit Montag vergangener Woche vermisst Polizei durchkämmt den Holter Wald

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/kl). Die Suche nach dem vermissten Joachim Ploch geht weiter. Bereits am sechsten Tag sind 40 Einsatzkräfte einer Hundertschaft aus Bielefeld im Holter Wald unterwegs und suchen Bereich für Bereich gründlich ab.

Auf dem Wanderweg, den der Vermisste benutzt haben könnte, haben Polizeibeamte eine Kette gebildet, um das angrenzende Waldstück zu durchkämmen.
Auf dem Wanderweg, den der Vermisste benutzt haben könnte, haben Polizeibeamte eine Kette gebildet, um das angrenzende Waldstück zu durchkämmen. Foto: Matthias Kleemann

Seit Montag vergangener Woche wird der 79-Jährige vermisst . Anwohnern der Straße »Am Landerbach« war aufgefallen, dass der silberfarbene VW Golf plus des Mannes am Straßenrand abgestellt war, direkt neben der Einmündung eines Wanderweges, der sehr stark frequentiert ist.

»Ich habe das nicht sofort bemerkt«, sagt eine Anwohnerin. »Von meinem Fenster aus habe ich nicht ständig einen Blick auf die Stelle. Ich war mir nicht sicher, ob der Wagen zwischendurch mal weg war und dann schon wieder dort gestande

Wird vermisst: Joachim Ploch

n hat.«

Ausgelöst worden ist die Suche durch den Hinweis der Putzfrau, die keinen Schlüssel zur Wohnung des Mannes hat. Nachdem sie Joachim Ploch mehrere Tage hintereinander nicht angetroffen hatte. ging sie am Freitag zur Polizeiwache in Schloß Holte. Die Suche nach ihm wurde noch am gleichen Tag eingeleitet. »Bei entsprechender Gefahrenlage reagieren wir sehr schnell«, sagt Kriminalhauptkommissar Hartmut Koeckstadt von der Kreispolizeibehörde Gütersloh.

Unter seiner Leitung sind die Beamten nun schon am sechsten Tag im Holter Wald. Zunächst wurde mit einem Mantrailer-Hund eine Spur aufgenommen, die ein Stück weit entlang des Landerbachs führte. Deswegen wurde als erstes das an den Bach angrenzende Waldstück durchsucht. »Wir haben uns seitdem weiter vorangekämpft«, sagt Koeckstadt. Dabei wurden auch Suchhunde der Stukenbrocker Hundestaffel eingesetzt, die, anders als Rettungshunde, nicht nur lebende Menschen finden.

Das Gebiet, das Koeckstadt möglichst komplett abgesucht sehen möchte, erstreckt sich bis zum Ölbach, der eine südliche Grenze darstellt und nicht so einfach für einen Menschen zu überqueren ist. Joachim Ploch wohnt im Grauthoffgebiet, Luftlinie etwa zwei Kilometer von dem Ort entfernt, an dem sein Auto abgestellt war. Er sei alleinstehend und lebe zurückgezogen, teilt die Polizei mit. Es gibt Verwandtschaft, aber die wohnt nicht im Ort, sondern weiter entfernt. Ploch gelte nicht als dement, soll jedoch schon mal temporäre Aussetzer gehabt haben, sodass ein gewisser Anlass zu Besorgnis bestehe. Ein Handy habe Ploch nicht.

Zeugen die Hinweise geben können werden gebeten, sich zu melden.

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