Polizei ermittelt nach Überfall 16- und 17-Jährigen aus der Stadt Junge Verdächtige gefasst

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB/bs). Die Polizei hat zwei Tatverdächtige ermittelt, die am Freitag einen Raubüberfall begangen haben sollen. Die beiden Jugendlichen sind 16 und 17 Jahre alt und kommen aus Schloß Holte-Stukenbrock. Sie kamen nicht in Untersuchungshaft.

Ein Großaufgebot der Polizei suchte am Freitagvormittag in mehreren Waldstücken nach den Tätern. Die Beute wurde gefunden. Dem Opfer konnten sein geraubtes Handy und sein Portemonnaie zurückgegeben werden.
Ein Großaufgebot der Polizei suchte am Freitagvormittag in mehreren Waldstücken nach den Tätern. Die Beute wurde gefunden. Dem Opfer konnten sein geraubtes Handy und sein Portemonnaie zurückgegeben werden. Foto: Bernd Steinbacher

Die beiden Tatverdächtigen sollen am Freitag gegen 7.40 Uhr einen 43-jährigen Mann aus Berlin auf dem Kundenparkplatz des Elli-Marktes an der Kaunitzer Straße in seinem BMW mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt haben. Der gebürtige Litauer hatte sich aufgrund einer Anzeige im Internet dort mit potenziellen Verkäufern eines BMW-Fahrzeugs verabredet.

Kurz nach der Tat folgte ein Großeinsatz der Polizei. Wie am Samstag berichtet, kamen dabei ein Hubschrauber, zahlreiche Polizeibeamte und ein Suchhund zum Einsatz. Bis 13 Uhr wurde gesucht, die Beute gefunden. Danach liefen die Ermittlungen auf Hochtouren weiter.

Noch am Freitag wurde die Bevölkerung durch intensive Fahndungsmaßnahmen auch unter Beteiligung von Radio und Fernsehen sensibilisiert. Es meldeten sich zahlreiche Zeugen mit einer Vielzahl von Hinweisen. »Durch einen dieser Hinweise konnten jetzt zwei Tatverdächtige im Alter von 16 und 17 Jahren aus Schloß Holte-Stukenbrock ermittelt werden«, sagte gestern Karl-Heinz Stehrenberg, Pressesprecher der Kreispolizei in Gütersloh.

Polizei: 17-Jähriger gesteht Tat

Der 17-jährige Jugendliche war bereits am Freitagabend aufgrund des hohen Fahndungsdrucks in Begleitung seiner Eltern auf der Polizeiwache in Schloß Holte-Stukenbrock erschienen und hatte die Tat in vollem Umfang gestanden, teilte die Polizei weiter mit.

Die Personalien seines 16-jährigen Mittäters sind ebenfalls bekannt. Der junge Schloß Holter wurde allerdings erst am Montag von der Polizei kontaktiert. Er macht derzeit zur Sache keine Angaben und lässt sich anwaltlich vertreten, so die Polizei. So stehe zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest, wer der Waffenträger gewesen sei. Auch werde unter anderem ermittelt, woher die Waffe stamme. Die beiden Tatverdächtigen seien bis zur Gerichtsverhandlung auf freien Fuß gesetzt worden, da sie feste Wohnsitze haben und darüber hinaus keine weiteren hinreichenden Gründe für eine Untersuchungshaft vorlagen.

Der Polizeieinsatz in Schloß Holte-Stukenbrock hatte unter anderem deshalb für großes Aufsehen gesorgt, weil ein Hubschrauber der Polizei stundenlang über dem Stadtgebiet kreiste und die Suche nach den Verdächtigen unterstützte. Die beiden Täter waren mit Fahrrädern geflohen. Der Beraubte verfolgte sie und fuhr einen der Täter auf dem Fahrrad an.

Kommentare

Wann werden die Verbrecher bzw. Tatverdächtigen endlich zu Kassen gebeten, dass sie die Ermittlungen bezahlen. Die bekommen je 3 Sozialstunden als Strafe und der ganze Aufwand der Fahndung kostet Tausende von Euro, die der Steuerzahler bezahlen muss.

Na prima !!!

Wenn die Herrschaften dann wieder auf freiem Fuß sind, dann haben sich ja wieder alle Fahndungseinsätze ( u.a. Hubschrauber ) gelohnt und bezahlt gemacht....

2 Kommentare

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