Liane und Lea Sandbote laden zu einem Schnuppertraining ein Neustart für eine Tanzgarde

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Karneval ohne Tanzgarde? Geht gar nicht. Zurzeit jedoch hat der Stukenbrocker Karnevalsverein (SKV) keine Tanzgarde, ist aber im September 2017 Gastgeber für den Kongress des Bundes Westfälischer Karneval (BWK).

Von Matthias Kleemann
Bei den Sandbotes ist Karneval auch Familiensache. Tochter Lea hat bei den Coolen Kids und später in der Tanzsportgarde Harsewinkel getanzt. Jetzt will sie mit Mutter Liane die neue Truppe trainieren. Vater Oliver unterstützt die beiden.
Bei den Sandbotes ist Karneval auch Familiensache. Tochter Lea hat bei den Coolen Kids und später in der Tanzsportgarde Harsewinkel getanzt. Jetzt will sie mit Mutter Liane die neue Truppe trainieren. Vater Oliver unterstützt die beiden. Foto: Matthias Kleemann

Da muss also etwas passieren, und deshalb haben Liane und Lea Sandbote (Mutter und Tochter) sich entschlossen, eine neue Tanzgarde aufzubauen. An diesem Donnerstag, 7. Juli, laden die beiden zu einem ersten Schnuppertraining ein. Es soll in der Laufhalle der Sporthalle am Hallenbad stattfinden. Und damit das Kommen sich auch wirklich lohnt, wird anschließend gegrillt.

Die gesamte Familie ist im SKV aktiv, Oliver Sandbote ist stellvertretender Vorsitzender. Nach dem Ende der Session hat es im Verein und vor allem im Vorstand einen Umbruch gegeben. Die bisherige SKV-Garde hat sich aufgelöst, die Mitglieder, zuletzt 14 Mädchen und ein Junge, hatten ein Durchschnittsalter von 16 Jahren erreicht, in dem die schulischen Anforderungen und private Interessen schnell in den Vordergrund treten.

»Wir suchen Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren«, sagt Liane Sandbote. Ein gutes Dutzend Tänzerinnen und Tänzer, das wäre schön. Oliver Sandbote ist zuversichtlich, dass das klappt. »Wir haben ein Riesenpotenzial im Ort«, sagt er. Außerdem habe es nach der Auflösung der Truppe bereits erste Anfragen gegeben, ob eine neue Garde gegründet wird.

Liane und Lea Sandbote haben einen Trainerschein des BWK. Lea Sandbote gehört zu den Tänzerinnen der ersten Stunde bei den »Coolen Kids«, die vor gut zehn Jahren im Zug und auf Karnevalssitzungen aufgetreten sind. Später ist sie zur Tanzsportgarde Harsewinkel gewechselt, ist mit dem Verein zweimal Deutscher Meister und einmal Vizemeister gewesen.

Die SKV-Garde haben Liane und Lea Sandbote von 2012 bis 2014 trainiert. Beide kennen sich also aus. Trotzdem – oder gerade deswegen – soll sich einiges ändern mit der Neugründung der Garde. So soll es eine verpflichtende Mitgliedschaft im Verein geben. »Wer aktiv mittanzen will, muss Mitglied werden und auch einen Beitrag zahlen«, sagt Oliver Sandbote. Die Erfahrung lehre, dass Engagement und Pflichtgefühl dadurch besser seien.

Der Vereinsbeitrag ist jedoch erschwinglich. Dafür braucht dann auch niemand sein Kostüm selbst zu bezahlen. Es soll nämlich neue Kostüme geben. »Die alten Kostüme sind mittlerweile zu sehr abgenutzt«, sagt Lea Sandbote. Von einem großen Kölner Karnevalsausstatter soll der Stoff gekauft und mit einer Schneiderin am Ort zu schicken Kostümen verarbeitet werden. Eines steht schon fest: »Blau wird wieder die Grundfarbe sein«, sagt Lea Sandbote.

Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn zunächst muss die neue Garde wenigstens ein paar Grundschritte beherrschen. »Vielleicht schaffen wir es, zum Auftakt am 11.11. mit einzumarschieren«, sagt Liane Sandbote. Und zur Session könnte es mit einem Gardetanz klappen. Wenn die neue Truppe dann zum BWK-Kongress auch noch einen Showtanz beherrscht, wäre der Ruf des Vereins gerettet.

Das Schnuppertraining an diesem Donnerstag soll von 16 bis 18 Uhr gehen. Turnsachen und Gymnastikschuhe sollten mitgebracht werden. Nach den Ferien soll es richtig losgehen, und zwar sofort am Donnerstag, 25. August, und dann einmal pro Woche, direkt vor Auftritten auch häufiger. Man muss sich aber nicht sofort verpflichten. »Dreimal Probetraining, damit man weiß, ob es einem liegt, soll möglich sein«, sagt Liane Sandbote.

Im übrigen sind die beiden auch noch auf der Suche nach einem Co-Trainer, am liebsten natürlich jemand, der schon Erfahrung hat. Lea Sandbote wird in Kürze beruflich stärker eingebunden sein, dementsprechend weniger Zeit bleibt auch ihr für das Training.

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