Wildemann: »Nicht genügend Plätze für heimische Schüler vorhanden« CSB: Neue Realschule für die Stadt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/bs). Die CSB (Christlich-Soziale Bürgergemeinschaft) will die Neugründung einer zweizügigen Realschule in Schloß Holte-Stukenbrock zum Schuljahr 2017/18 erreichen.

Antrag eingereicht: (von links) Martin Wildemann, Rita Laabs, Harald Laabs und Britta Rusch.
Antrag eingereicht: (von links) Martin Wildemann, Rita Laabs, Harald Laabs und Britta Rusch. Foto: Bernd Steinbacher

Das sagte am Freitagnachmittag Martin Wildemann (CSB) bei einem Pressegespräch. Man müsse schnell regagieren, da das Anmeldeverhalten der Eltern zeige, dass ein erheblicher Bedarf an Realschulplätzen vorhanden sei.

Einen entsprechenden Antrag hat die CSB an den Rat der Stadt eingereicht. »Vor der Schließung unserer Haupt- und Realschule konnten wir vor Ort alle Schüler beschulen. Wer sich einen Schulplatz außerhalb der Stadt suchte, tat dies freiwillig«, heißt es in der Begründung. Zum Schuljahr 2016/17 stünden 240 Grundschulabgängern aus Schloß Holte-Stukenbrock nur 180 Schulplätze, 100 am Gymnasium und 80 an der Gesamtschule zur Verfügung. Das ergebe eine Unterversorgung von 60 Plätzen. Statt, wie in der Vergangenheit 11 Züge (4 am Gymnasium, 2 an der Hauptschule und 5 an der Realschule) zu haben, seien es diesmal nur 5 am Gymnasium und 4 an der Gesamtschule.

60 Schüler müssen sich einen Platz außerhalb suchen

60 Schüler aus SHS müssen sich nun einen Platz außerhalb der Stadt suchen, betont Britta Rusch. Und Rita Laabs ergänzt, dass künftig mehr Schulabgänger von den Grundschulen zu erwarten seien. »Wir müssen als Stadt etwas tun«, sagt Harald Laabs.

Um dem Elternwillen (Realschulplätze) und dem politischen Willen, dass die Schüler aus der Stadt in Schloß Holte-Stukenbrock zur Schule gehen sollen nachzukommen, gibt es aus ihrer Sicht nur die Lösung einer neuen zweizügigen Realschule. Außerdem wäre das Problem der Rückläufer nach Klasse 6 vom Gymnasium in eine dreigliedriges Schulsystem gelöst. »Eine Realschule steigert die Attraktivität der Stadt«, sagt Britta Rusch, und Rita Laabs spricht von einer »Abstimmung mit den Füßen«, da Eltern ihre Kinder in Sennestadt an der Realschule angemeldet haben. Außerdem seien Schüler aus Schloß Holte Stukenbrock noch nicht mit einem Schulplatz versorgt, wie die Nachfragen besorgter Eltern zur Einwohnerstunde des Rates gezeigt haben.

Gesamtschule ins Realschulgebäude

Die neue Realschule könnte im jetzigen Hauptschulgebäude untergebracht werden, der heutige Realschulstandort eigne sich für die Gesamtschule. Kosten entstünden bei steigenden Schülerzahlen ohnehin, die dürften kein Argument sein.

Um zukünftig die Ablehnung von Schülern aus der Stadt an der Gesamtschule zu vermeiden, die CSB spricht von vier Fällen in diesem Jahr, soll ein Schuleinzugsbereich festgelegt werden. So beantragt die CSB für die Gesamtschule die Grenzen der Stadt als Schuleinzugsbereich festzulegen. Die Stadt als Schulträger hat das Recht dazu.

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