Safaripark-Chef Wurms weist Kritik zurück – WDSF hält Zoos für ein Auslaufmodell »Wir halten unsere Tiere nicht gefangen«

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). Zoos seien nicht mehr zeitgemäß und sollten geschlossen werden, meint das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) in Hagen und fordert einen Zuchtstopp für Zootiere. Fritz Wurms, der Chef des Safariparks Stukenbrock, widerspricht.

Von Dietmar Kemper
Bei Löwen gebe es kontinuierlich Zuchterfolge, versichert der Safaripark in Schloß Holte-Stukenbrock.
Bei Löwen gebe es kontinuierlich Zuchterfolge, versichert der Safaripark in Schloß Holte-Stukenbrock.

Die Tierschutzorganisation WDSF ist zwar auf Wale und Delfine spezialisiert und setzt sich entschieden für die Schließung von Delfinarien ein, blickt aber auch auf andere Arten wie Eisbären, Tiger und Löwen. Das WDSF bezweifelt, dass exotische Tiere überhaupt in Tierparks leben sollten. Die Nachzucht sei nicht nachhaltig und werde hauptsächlich betrieben, um Besucher anzulocken. Eisbär- und Tigerbabys riefen bei Menschen das Kindchenschema wach und sorgten wie bei menschlichen Neugeborenen für die Reaktion »Wie süß!«

Fritz Wurms, der Chef des Safariparks in Stukenbrock, weist die Kritik an den Zoobetreibern entschieden zurück. »Ich kann nur für unseren Zoo sprechen, bin aber überzeugt, dass viele Kollegen meine Meinung teilen: Die kontrollierte und verantwortungsvolle Nachzucht und sorgfältige Aufzucht von Tieren in Zoos ist unabdingbar und zählt zu den Aufgaben von Zoos. Arterhaltung ist eines der Stichworte, die Sensibilisierung der Menschen für die Natur ein anderes.«

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe (4. April) des WESTFALEN-BLATTES.