Stadtführer vereinbaren Betriebsbesichtigung bei Ari-Armaturen – großes Interesse Exportquote liegt bei bis zu 80 Prozent

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Ari-Gruppe beschäftigt in Deutschland mehr als 850 Mitarbeiter. Allein in Schloß Holte-Stukenbrock sind es mehr als 650, sagte Geschäftsführer Michael Brechmann. Die Exportquote der Produkte liege bei 75 bis 80 Prozent.

Von Bernd Steinbacher
Besichtigung bei Ari-Armaturen, organisiert durch die Stadtführer der VHS: Die beiden Auszubildenden Mirko Sehnert (vorn rechts) und Thiemo Werner führten durch das Unternehmen.
Besichtigung bei Ari-Armaturen, organisiert durch die Stadtführer der VHS: Die beiden Auszubildenden Mirko Sehnert (vorn rechts) und Thiemo Werner führten durch das Unternehmen. Foto: Bernd Steinbacher

Brechmann begrüßte die 20 Teilnehmer der Führung, die die Stadtführer der Volkshochschule vereinbart hatten. Die Präsentation des Unternehmens und den Rundgang übernahmen, wie seit Jahren üblich, Auszubildende des Unternehmens.

So gaben Dominik Hörster und Niklas Siemensmeier einen Überblick über die Firmengeschichte, Philosophie, Ausbildung und Produktpalette. Wer weiß schon, dass Armaturen auch auf allen Schiffen zum Einsatz kommen, die auf der Meyer Werft gebaut werden? Ari steht für die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb von Schwerarmaturen. Eingesetzt werden diese unter anderem in der Gebäudetechnik, in der chemischen Industrie, in Kraftwerken und eben im Schiffbau.

Sehr viel Wert wird bei Ari auf die Ausbildung gelegt, in der Gruppe gibt es derzeit 70 Auszubildende, davon 50 in Schloß Holte-Stukenbrock. Seit der Gründung 1950 durch Albert Richter und der Übernahme durch die Familie Brechmann im Jahr 1952 ist das Unternehmen stets gewachsen. Michael Brechmann sagte auf Nachfrage, dass auch 2015 ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr gebracht habe. »Ohne die Probleme mit dem russischen und chinesischen Markt wäre das Umsatzplus noch größer ausgefallen.«

Informationen zu Arbeitsschritten und Maschinen

Beim Rundgang lieferten die beiden Auszubildenden Mirko Sehnert und Thiemo Werner zahlreiche Informationen zu Arbeitsschritten und Maschinen, beantworteten Fragen der Teilnehmer. Die Besucher schauten Robotern zu, staunten, wie sich Hochregale, die bis zu 600 Tonnen Last tragen, verschieben lassen. Das spart Platz und somit Kosten.

Am Ende des Rundgangs erklärte Michael Brechmann, dass Automatisierung ein Mittel sei, gegen den Preisdruck der Konkurrenz standzuhalten – und gute Mitarbeiter sowieso. Etwa 70 Prozent der Beschäftigten, die derzeit bei Ari tätig sind, seien im Unternehmen ausgebildet worden.

Stadtführer Heinz Renerig bedankte sich für die Besichtigung. Er wies darauf hin, dass die angebotenen Betriebsbesichtigungen gut angenommen werden. Entgegen der Planung ist nun auch eine Anmeldung für die Abschlussveranstaltung zur Reihe »Betriebsbesichtigungen« aus organisatorischen Gründen notwendig. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 1. Dezember, um 18 Uhr in der Volkshochschule statt. Anmeldungen sind bereits jetzt möglich unter der Nummer der Stadtführer, Telefon 0 52 07/26 34. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt.

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