Familie schickt 15-jährigen Afghanen nach Deutschland: »Ich will die Sprache lernen und studieren« Vor den Taliban geflohen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Seit dieser Woche leben im Haus Marienmünster in Liemke 28 junge Flüchtlinge. Sie waren bisher in der Zeltstadt und der Polizeischule in Stukenbrock-Senne untergebracht. Einer von ihnen ist ein 15-jähriger Afghane, der von seiner Familie in die Fremde geschickt wurde.

Von Bernd Steinbacher
Bethel-Regionalleiter Klaus Meier (links) und  Einrichtungsleiter Dennis Pahl freuen sich, dass der Jugendliche aus Afghanistan so schnell und eifrig die deutsche Sprache lernt. Der Jugendliche soll mit Rücksicht auf  die Sicherheit seiner Familie nicht erkannt werden können.
Bethel-Regionalleiter Klaus Meier (links) und Einrichtungsleiter Dennis Pahl freuen sich, dass der Jugendliche aus Afghanistan so schnell und eifrig die deutsche Sprache lernt. Der Jugendliche soll mit Rücksicht auf die Sicherheit seiner Familie nicht erkannt werden können. Foto: WB

»Die Taliban haben mich unter Druck gesetzt, dass ich mich ihnen anschließen soll«, erzählt er, sichtlich bewegt, zu den Fluchtgründen. Für ihn undenkbar, für seine Familie auch. Sein Vater ist Polizist, sein verheirateter großer Bruder auch. Für sie ist es dort lebensgefährlich wegen der Drohungen und der Anschläge der Taliban. Gelebt hat der 15-Jährige bisher in einer Stadt südlich von Kabul.

Flucht dauerte mehrere Monate

Mehrere Monate dauerte die Flucht, die Familie musste Geld aufbringen, damit er das Land verlassen konnte. Über den Iran, die Türkei, Griechenland, Serbien, Ungarn und Österreich führte der Weg, viel zu Fuß, aus Österreich dann mit dem Zug nach Dortmund, schließlich hierher.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagausgabe des WESTFALEN-BLATTS (Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock).

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