Energieberaterin weist auf Ende der Übergangsfrist hin  Ausweispflicht besteht 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, muss einen Energieausweis vorlegen können. Das gilt bereits seit Mai 2014, doch am 1. Mai dieses Jahres läuft die Übergangsfrist ab.

Von Bernd Steinbacher
Energieberaterin Bettina Berenbrinker weist auf Informationsmaterial zum Energieausweis hin. Sie erlebt in ihren Beratungsstunden im Rathaus, wie groß der Informationsbedarf ist. Wer Immobilieninserate aufgibt, muss Pflichtangaben machen.
Energieberaterin Bettina Berenbrinker weist auf Informationsmaterial zum Energieausweis hin. Sie erlebt in ihren Beratungsstunden im Rathaus, wie groß der Informationsbedarf ist. Wer Immobilieninserate aufgibt, muss Pflichtangaben machen.

 Danach müssen auch in Immobilienanzeigen Angaben aus dem Energieausweis stehen – der Energiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr sowie die Effizienzklasse. Anzugeben ist auch, um welche Art Ausweis und Heizung es sich handelt und das Baujahr des Gebäudes.

 Spätestens bei einem Besichtigungstermin müssen Eigentümer zudem einen Energieausweis unaufgefordert vorlegen. Sonst kann ein Bußgeld bis zu 15000 Euro drohen. »Zum Energieausweis gibt es derzeit viele Fragen«, sagt Energieberaterin Bettina Berenbrinker. Im Auftrag der Stadt führt sie auch im Rathaus Energieberatungen durch. Die Termine reichen kaum aus, so groß ist derzeit das Interesse.

 Die meisten Fragen drehen sich um den Energieausweis. Privatvermieter oder -verkäufer sind oftmals über die rechtliche Situation verunsichert. Deshalb verweist sie auf den Fristablauf. »Ein Energieausweis ist ab Mai immer vorzulegen. Falls wirklich gerade ein Energieausweis in Bearbeitung sei, kann dies in einem Inserat vermerkt werden«, so die Energieberaterin. Das dürfe aber keine Ausrede sein. Und Käufern und Mietern rät sie, die Vorlage des Energieausweises zu verlangen. Sonst könne es beim Energieverbrauch böse Überraschungen geben.

 Damit Verkäufer, Vermieter, Käufer und Mieter Fehler vermeiden, empfiehlt die Beraterin das Merkblatt des Kreises Gütersloh »Energieausweis für Wohngebäude« zu lesen. Das liegt auch im Rathaus Schloß Holte-Stukenbrock aus. 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Freitagausgabe des WESTFALEN-BLATTES Schloß Holte-Stukenbrock.

Kommentare

Danke für den informativen Artikel!

Um eine Sache würde ich noch gerne ergänzen wollen: Laut Stiftung Warentest sollte man Online-Anbieter, die einen Energieausweis allein auf Basis eingegebener Verbrauchsdaten erstellen, möglichst meiden:
https://www.test.de/Energieausweis-Online-Anbieter-taugen-nichts-1705414-0/

12 von 18 erhielten im Test die Note "mangelhaft".


Als Mieter sollte man in Hinblick auf den Energieausweis berücksichtigen, dass die Angaben auf dem Energieausweis variieren können bzw. je nachdem davon abhängig sind, wer den Energieausweis ausgestellt hat. Auch hier ergaben Tests, dass die Klassifizierung des energetischen Zustandes je nachdem, wer den Energieausweis für eine Immobilie ausgestellt hat, stark variieren.

Gerade, wenn man den Energieausweis zum Vergleich mehrerer Immobilie heranziehen möchte, sollte man diesen Punkt berücksichtigen. Dem lässt sich Abhilfe verschaffen, wenn man sich schlichtweg vom Vermieter der Immobilie die Abrechnungen der letzten Monate zeigen lässt.
Dies schafft Fakten und in der Regel auch Klarheit.

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