Verein erzielt mehrere Erfolge – Industriemuseum in der alten Gießerei am Schloss nimmt konkrete Formen an  Dreimal förderwürdig 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Bewunderndes Raunen geht durch den Saal, als Friedrich Dransfeld aufzählt, dass das geplante Industriemuseum vom Ministerium in Düsseldorf, vom LWL-Museumsamt und von der NRW-Stiftung als förderwürdig eingestuft worden ist.

Von Bernd Steinbacher
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 Der Vorsitzende des Fördervereins Industriemuseum Schloß Holte-Stukenbrock kann während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Schlosskrug sogar verkünden, dass das Ministerium in Düsseldorf mittlerweile entschieden hat, das Vorhaben in den Qualifizierungsprozess für das Förderprogramm aufzunehmen. Diese Nachricht erreichte Friedrich Dransfeld gerade noch kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung.

 Diese Aufnahme bedeutet, dass nicht nur die Chancen für eine Förderung hoch sind, sondern dass die engagierten Streiter für das Industriemuseum fachliche Unterstützung bei ihrem weiteren Vorgehen erhalten. Organisiert ist das über das Büro Startklar, das bisher im Land 70 Projekte betreut hat – 69 davon erfolgreich. Das Förderprogramm nennt sich »Initiative ergreifen« und ist ein Programm des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) des Landes Nordrhein-Westfalen. Es wendet sich an bürgerschaftliche Gruppen und lokale Partnerschaften, die Verantwortung übernehmen wollen für das städtische Gemeinwesen.

 »Bedingung bei der Förderung ist überall, dass sich die Stadt mit zehn Prozent an der Gesamtsumme beteiligt«, sagte dazu Dransfeld. Damit solle gesichert sein, dass die Stadt hinter diesem Vorhaben stehe. Die Investitionskosten liegen bei 2,5 Millionen Euro, die jährlichen Betriebskosten werden auf 60000 Euro geschätzt.

 Was aus der alten Gießerei am Schloss entstehen könnte, stellte Architekt Frank Hurlbrink mit mehreren Plänen, Übersichten, Fotos und Fotomontagen anschaulich vor. »Ich bin beeindruckt, was sich bereits bewegt hat«, sagte der Architekt. Vorgesehen ist, die Ausstellung im Obergeschoss zu gestalten und im Erdgeschoss einem 200 Quadratmeter großen Raum für Wechselausstellungen und Veranstaltungen zu haben. Zentraler Punkt im Erdgeschoss ist der Platz für Begegnung und das Museumscafé. Es soll ein interaktive Werkstatt geben für Mitmachaktionen. Denn es soll ein lebendiges Museum werden, in dem Besucher selbst aktiv werden können.

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