Erfolgsautor Jürgen Banscherus liest in Katholischer Grundschule  Zuhörern den Puls gefühlt 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Knisternde Spannung lag am Montagmorgen in der Katholischen Grundschule Stukenbrock in der Luft. Mit Jürgen Banscherus war einer der beliebtesten und meist gelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren zu Gast. Dass die Schule mit Autorenlesungen das Interesse am Lesen fördert, hat mittlerweile Tradition.

Von Uschi Mickley
Der Erfolgsautor Jürgen Banscherus lässt die Viertklässler der Katholischen Grundschule Stukenbrock tief in seine Trilogie Katana eintauchen und misst dabei den Puls des Schülers Leonis (10).
Der Erfolgsautor Jürgen Banscherus lässt die Viertklässler der Katholischen Grundschule Stukenbrock tief in seine Trilogie Katana eintauchen und misst dabei den Puls des Schülers Leonis (10).

Vortrefflich glückte es dem Schriftsteller, nicht dröge vorzulesen, sondern sein junges Publikum mit einer spannenden Einführung vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Bevor er den aufgeregten Viertklässlern aus dem ersten Band seiner Trilogie »Katana« vorlas, befragte er die Schüler zu ihrem Wissen um die Galaxis und sicherte sich damit die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer, bevor er mit seiner spannenden Geschichte um Jimmi, den Jungen aus dem Nirgendwo, begann. Dann entführt Jürgen Banscherus die Schüler in das Abenteuer um die drei Freunde JoJo, Mai Lyn und Murat. Mitten in der Nacht taucht dort plötzlich Jimmi, der Junge mit den schräg stehenden Augen auf, barfuß und ohne Erinnerung an seine Vergangenheit. Und zu allem Überfluss wird er auch noch von mysteriösen Männern verfolgt.

Deutlich hörbar amüsiert sich das gespannt lauschende Publikum, das vom Autor immer wieder in den Vortrag mit einbezogen wird, über die lebhaft dargestellten Szenen. Und die Mädchen und Jungen hätten noch viel länger zuhören können, doch der Autor hört an der spannendsten Stelle plötzlich auf.

Besonders interessant war dann die Gesprächsrunde. Die Schüler hatten viele Fragen vorbereitet, die der im Ruhrgebiet lebende Autor geduldig beantwortete. Ein Junge wollte sogar wissen, wie viel man als Schriftsteller verdient. »Von jedem verkauften Buch, das im Laden 6,99 Euro kostet, bekomme ich von jedem 32 Cent«, erklärte der 66-Jährige freimütig. Er ließ die Kinder wissen, dass ihm das Schreiben großen Spaß bereitet, erzählte aber auch, dass es ungemein schwierig sei, als erfolgreicher Autor Fuß zu fassen.

»Er hat toll vorgelesen und er darf gerne wiederkommen«, sagt Gavin (10), der die Lesestunde sehr genossen hat. Seine gleichaltrige Mitschülerin Johanna ist ebenfalls angetan. »Das war richtig toll, jetzt bin ich total gespannt auf das Ende der Geschichte. Und auch Lehrerin Annette Kaminski ist froh, die Einladung ausgesprochen zu haben: »Er ist toll auf die Kinder eingegangen. Wir freuen uns sehr, dass der Förderverein die beiden Lesungen ermöglicht hat.«

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