Bundespräsident besucht am 6. Mai Dokumentationsstätte und Ehrenfriedhof  Gauck spricht mit Jung und Alt 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Termin für den Besuch des Bundespräsidenten in der Dokumentationsstätte Stalag und auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof ist bestätigt. Joachim Gauck wird am Mittwoch, 6. Mai, Schloß Holte-Stukenbrock besuchen. Das sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Büngener, bei der Mitgliederversammlung.

Von Monika Schönfeld
Bundespräsident Joachim Gauck.
Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: dpa

Der Bundespräsident wird vier Stunden in Schloß Holte-Stukenbrock bleiben. Zwei Tage vor dem 70. Jahrestag der Kapitulation und dem Ende des Zweiten Weltkriegs landet er auf dem Flughafen Paderborn. Die Polizei eskortiert ihn und seinen Tross zur Dokumentationsstätte Stalag auf dem Gelände der Polizeischule in Stukenbrock-Senne, wo er um 11 Uhr eintreffen wird. Dort begrüßen ihn Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, Manfred Büngener und Oliver Nickel, Geschäftsführer der Dokumentationsstätte. Sie zeigen ihm die neu gestaltete Ausstellung. Auf dem Ehrenfriedhof wird Gauck einen Kranz niederlegen und eine Rede am Obelisken halten. Musikalisch wird die Veranstaltung von einem Holzbläser-Ensemble des Polizeimusikcorps begleitet.

 Nach dem Mittagessen in der Mensa der Polizeischule wird Joachim Gauck mit Zeitzeugen sprechen. Ein 93-Jähriger, der heute in Frankfurt lebt, wird dabei sei. Der Bundespräsident legt aber Wert darauf, mit Jugendlichen zu sprechen. Büngener sagt, dass es vermutlich Jugendliche sein werden, die beim Drei-Schulen-Theater mitmachen, und Schüler des Gymnasiums, die sich in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Stalag 326 beschäftigen und für eine Projektwoche schon Zeitzeugen-Interviews gemacht haben.

Nicht sicher, ob Kraft kommt

 »Noch nicht sicher ist, ob die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kommt«, sagt Büngener. Sicher sei jedoch, dass der Bundespräsident von 23 Diplomaten begleitet wird, die die Länder vertreten, die aus der ehemaligen Sowjetunion hervorgegangen sind. »Die Mitarbeiter der Botschaften werden in mehreren Gruppen von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern über den Ehrenfriedhof geführt. Wir hoffen, dass wir bis dahin mindestens eine Stele haben, auf der die Namen der Toten aufgeführt werden«, sagt Büngener. In der Vorbereitungsgruppe für den Besuch des Bundespräsidenten seien neben Oliver Nickel und ihm vor allem Elisabeth Bultmann und Brunhilde Westerhelweg engagiert. »Wir haben jetzt einen Stamm von 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sehr engagiert arbeiten.«

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