Saison der Heimathäuser eröffnet: Poststelle aus dem Storchkrug wird restauriert  Baden wie die Ahnen 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Wasserbehälter für den Badeofen steht neben der Feuerstelle. Die Kellerdecke im Heimathaus I ist so niedrig, dass der Kessel nicht über die Feuerstelle passt. Hier ist aber alles ausgestellt, was mit Waschen und Säubern zu tun hat – vom Waschbrett zu hölzernen Waschmaschinen bis hin zur Badewanne mit Badeofen.

Von Monika Schönfeld
Im Keller stehen Waschmaschinen, Schleudern und jetzt auch ein Badeofen, den Heribert Faupel gestiftet hat. Klaus Seichter, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (links), und Stellvertreter Bernd Paarmann zeigen Dinge aus dem Alltag unserer Ahnen.
Im Keller stehen Waschmaschinen, Schleudern und jetzt auch ein Badeofen, den Heribert Faupel gestiftet hat. Klaus Seichter, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (links), und Stellvertreter Bernd Paarmann zeigen Dinge aus dem Alltag unserer Ahnen.

Zur Eröffnung der Heimathäuser haben Vorsitzender Klaus Seichter und Stellvertreter Bernd Paarmann die Neuigkeiten vorgestellt. Zwei Neuerwerbungen sind noch im zu bearbeitenden Zustand. In der Remise liegt der Runkelwäscher bereit, restauriert und vervollständigt zu werden. In dem überdimensionalen Hamsterrad wurden früher die Rüben gedreht und mit Wasser abgespritzt. »Zwei Böcke müssen wir noch anfertigen, auf die der Wäscher gelegt wird«, sagt Klaus Seichter.

Im Rohzustand befindet sich auch die alte Poststelle, die der andere stellvertretende Vorsitzende und Ortsheimatpfleger Ludwig Teichmann aus dem Storchkrug gerettet hat. »Die ist bestimmt 100 Jahre alt«, sagt Seichter. Im Prinzip handelt es sich um einen Schreibtisch mit Fächern, in die früher die Post sortiert worden ist, und einem Tresor. Siegfried Murke wird die Poststelle instand setzen. Ludwig Teichmann wertet die schriftlichen Unterlagen dazu aus, um die Poststelle mit Informationen angemessen im Heimathaus I präsentieren zu können.

Auf die Fläche in der Remise, dem Heimathaus III, sind jetzt alle landwirtschaftlichen Geräte präsentiert, so dass auf dem Dachboden des Heimathauses I die Werkzeuge der Handwerker großzügig präsentiert werden können. Hier sind der Friseur vertreten wie der Schuhmacher und der Sattler mit seinen mechanischen Maschinen. Die Miniaturausgaben der landwirtschaftlichen Gerätschaften und die Spielzeuge sind jetzt im Heimathaus II arrangiert worden.

Bernd Paarmann hat die Inventarisierung und Digitalisierung für das Heimathaus II beinahe abgeschlossen – jetzt warten noch die Exponate des Heimathauses I darauf. Stellvertretender Schriftführer und Ortsheimatspfleger Peter Schlingmann katalogisiert die Bücher und Chroniken. Neu angelegt worden sind die Wege um die Heimathäuser, vor allem der Weg zum Pfarr- und Jugendheim. Trotz einer eingebauten Drainage sei der Weg aber immer noch nass. »Der Bauhof sucht jetzt nach der Ursache dafür«, sagt Seichter.

Zur Eröffnung der Heimathäiuser hat der Männergesangverein 1878 Eintracht Stukenbrock passende Lieder wie »Heimat«, »Ännchen von Tharau« und »Wenn alle Brünnlein fließen« gesungen.

Die Heimathäuser sind 2014 Treffpunkt der Vereine und Veranstaltungsort für fünf Ausstellungen gewesen. 31 Paare haben sich hier trauen lassen. Bis Ende Oktober sind sie sonntags von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet.

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