Orchidee als Versandware – Röllkes Online-Shop ist mittlerweile das wichtigste Standbein  Vom Flößweg in die Welt 

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine blühende Orchidee unterm Weihnachtsbaum? Das ist sicher nicht die schlechteste Geschenkidee. Aber dafür sollte man die empfindliche Pflanze besser doch persönlich in der Gärtnerei abholen.

Von Matthias Kleemann
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 Denn die Kälte im Winter ist nichts für Orchideen, die es gerne warm haben. Und deshalb stellt die Orchideenzucht Röllke den Versand von blühenden Pflanzen ein, sobald sich das Thermometer in Richtung Minusgrade bewegt. »Wir experimentieren seit einiger Zeit mit so genannten Heatpacks, die erzeugen bis zu 40 Grad im Paket. Aber das klappt noch nicht richtig«, sagt Lutz Röllke.

 Er ist in der Orchideengärtnerei für die Abwicklung des Versandhandels zuständig. Mit knapp 5000 Sendungen im Jahr ist das Online-Geschäft bei Röllke mittlerweile wichtiger als der Ladenverkauf. Und mehr als die Hälfte des Online-Umsatzes kommt aus dem Ausland. Aber von einem richtigen Weihnachtsgeschäft kann noch nicht die Rede sein, auch wenn schon einmal eine weihnachtssendung sogar nach Nowosibirsk gegangen ist.

 Das liegt wohl zu einem großen Teil in der Natur der Ware. Der größte Teil der Kunden sind Züchter, die für den Eigenbedarf bestellen und wohl nicht ans Verschenken denken. Dabei hätte Lutz Röllke nichts dagegen, wenn es anders wäre, wenn es eben nur nicht das Problem mit dem Wetter gäbe. Deshalb ist auch die zweitwichtigste Internetseite auf seinem Computer die Homepage eines Wetterdienstes.

 »Im Grunde haben wir vom ersten Tag an auch Versandhandel betrieben«, erzählt Lutz Röllke. Früher lief das dann über Anzeigen in den entsprechenden Fachblättern. Als das Internet Ende der 90er-Jahre populär wurde, hat die Gärtnerei zunächst eine Preisliste auf ihre Homepage gestellt. »Die Kunden konnten per E-Mail bestellen.« Versendet wurde mit Rechnung.

 Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagausgabe des WESTFALEN-BLATTES Schloß Holte-Stukenbrock.

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