Nach Freispruch: neues Verfahren wegen Kinderpornographie Vorwürfe bestehen weiter

Rietberg (WB/stl). Sexueller Missbrauch von Kindern, gefährliche Körperverletzung, Besitz kinder- und jugendpornographischer Schriften – es waren zahlreiche Vergehen, die einem 46-jährigen Mann aus Rietberg vorgeworfen wurden.

An zwei Prozesstagen musste sich ein 46-jähriger Mann vor dem Jugendschöffengericht in Gütersloh verantworten. Sie endeten mit einem Freispruch – und einem weiteren Verfahren.
An zwei Prozesstagen musste sich ein 46-jähriger Mann vor dem Jugendschöffengericht in Gütersloh verantworten. Sie endeten mit einem Freispruch – und einem weiteren Verfahren.

An zwei Prozesstagen musste er sich vor dem Jugendschöffengericht in Gütersloh verantworten. Es gab zwar einen Freispruch, allerdings ist das Thema für den Angeklagten damit noch lange nicht erledigt, wie Amtsgerichtsdirektor Axel Meyer auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTS mitteilte.

Denn es wird noch ein weiteres Verfahren geben, das aus der vorliegenden Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Bielefeld vom 27. April 2017 herausgelöst und zur gesonderten Verhandlung und Entscheidung gebracht wird. In diesem Falle geht es um insgesamt 2261 Bilder, die bei dem Mann gefunden worden waren. In der Anklage war ihm vorgeworfen worden, kinderpornographische und jugendpornographische Schriften besessen zu haben.

»Wegen der anderen Anklagepunkte ist der Angeklagte auf den übereinstimmenden Antrag von Verteidigung und Staatsanwalt freigesprochen worden«, erläuterte der Amtsgerichtsdirektor weiter. In der Anklageschrift war die Rede gewesen von sexuellem Missbrauch und körperlichen Misshandlungen an drei Mädchen im Alter von 9 und 10 Jahren, begangen in einem Zeitraum von April bis August 2015. Die Kinder seien in das Haus des Mannes in der Rietberger Innenstadt gekommen, unter anderem, weil sie einen Hund streicheln und die Waffensammlung sehen wollten. Er habe sie dann, so der Vorwurf weiter, zu einer Art »Modenschau« aufgefordert. Die Mädchen hätten sich bis auf die Unterwäsche entkleiden müssen, während der Mann im Bett gelegen und sich sexuell erregt habe. Endgültig beweisen ließ sich das aber nicht.

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