Jetzt ist es offiziell: Andreas Sunder will Rietberger Bürgermeister bleiben »Dieses Amt erfüllt mich sehr«

Rietberg (WB). Seine Bereitschaft hatte er vor ein paar Wochen bereits im WESTFALEN-BLATT signalisiert, jetzt hat er auch die Rückendeckung von FWG, SPD und Bündnisgrünen: Andreas Sunder möchte Rietberger Bürgermeister bleiben und stellt sich deshalb im September erneut zur Wahl.

Von Stefan Lind
Rückendeckung für den Kandidaten über den Dächern Rietbergs (von links): Gerd Muhle (SPD), Dr. Ute Buchheim (FWG), Bürgermeister Andreas Sunder, Josef Beermann (FWG) und Hans-Dieter Vormittag (Bündnisgrüne).
Rückendeckung für den Kandidaten über den Dächern Rietbergs (von links): Gerd Muhle (SPD), Dr. Ute Buchheim (FWG), Bürgermeister Andreas Sunder, Josef Beermann (FWG) und Hans-Dieter Vormittag (Bündnisgrüne). Foto: Stefan Lind

Wie ernst es ihm mit dieser Bewerbung ist, daran ließ der 44-Jährige am Freitag bei einem Pressegespräch im Lind-Hotel keinen Zweifel: »Sie können sich gar nicht vorstellen, welche tiefe Zufriedenheit ich in diesem Amt empfinde. Das erfüllt mich so sehr, dass ich gar nicht davon ablassen möchte.« Dieses spezielle Gefühl habe er auch nach dem einen oder anderen Tiefschlag nicht verloren, »und wenn ich keine Lust mehr darauf hätte, hätte ich mir längst etwas ganz anderes gesucht.« Sunder räumte ein, dass ihn das Amt sehr fordere. »Es hat seinen Preis und geht manches Mal zu Lasten des Privatlebens.« Doch seine Familie habe ihm signalisiert, ihn auch weiterhin unterstützen zu wollen.

Ein bisschen Wahlkampf betrieb der Amtsinhaber ebenfalls. Er kündigte an, sich um weitere neue Gewerbeflächen, kommunal und interkommunal, kümmern zu wollen. Auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sei ein kurzfristiges Ziel. Bildung sei weiterhin ein »Riesenthema«, ebenso der Ausbau der Breitbandangebote. Einsetzen wolle er sich auch für mehr Tourismus, für Klima- und Umweltschutz. Er griff zudem ein Credo seines Wahlkampfs von 2012 auf: »Wir müssen die Bürger auf vielen Kanälen einbeziehen in die politische Willensbildung.«

»Einen Krawall-Wahlkampf gibt es mit mir nicht«

Im Laufe des Frühjahrs wird es eine Versammlung geben, in der die Mitglieder von FWG, SPD und Bündnisgrünen Andreas Sunder offiziell nominieren. Doch schon jetzt sind die Rückmeldungen, was die Unterstützung dieses Personalvorschlags angeht, einmütig. Gerd Muhle sprach für die Sozialdemokraten von einer »vertrauensvollen Zusammenarbeit«, Sunder gelinge es immer wieder, gemeinsame Schnittmengen herauszuarbeiten. Und: »Wir sind als SPD immer erkennbar geblieben.« Ähnliches Lob verteilte Hans-Dieter Vormittag (Bündnisgrüne). Er lobte vor allem die gute Arbeitsatmosphäre im Rathaus. Dr. Ute Buchheim (FWG) stellte heraus, der Bürgermeister arbeite »ohne parteipolitische Brille«. Sunders Bereitschaft, nach Kompromissen zu suchen, sei wichtig für die politische Arbeit: »Seine Führung des Rates empfinden wir als sehr angenehm.«

Ob die CDU einen Gegenkandidaten aufstellen wird, steht noch nicht fest. Eins aber war Sunder wichtig zu betonen: »Sollte das passieren, will ich keine Schlammschlacht beginnen.« Einen Krawall-Wahlkampf werde es mit ihm nicht geben.

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