115 Aussteller: 13. Berufe-Messe im Schulzentrum bietet Infos für 2.600 Schüler Auch Trecker basteln ist im Job erlaubt

Rietberg (WB). Studieren? Ausbildung? Oder vielleicht erst noch ein Auslandsjahr? 115 Vertreter aus Unternehmen, Dienstleistung, Handwerk, Industrie, Handel, Wirtschaftsverbänden, öffentlichen und sozialen Diensten, Versicherungen, Banken, Kommunen, Arbeitsagenturen, Universitäten, Fachhochschulen und Kollegschulen haben am Samstag an der 13. Berufe-Messe im Schulzentrum Rietberg teilgenommen.

Von Gabriele Grund
Thomas Brinkert (Ausbildungsleiter Landmaschinen Claas, links) präsentiert mit Lukas Ackfeld ein Mähdrescher-Modell, welches er in nur drei Monaten während seiner Ausbildung beim saatengrünen Unternehmen gefertigt hat.
Thomas Brinkert (Ausbildungsleiter Landmaschinen Claas, links) präsentiert mit Lukas Ackfeld ein Mähdrescher-Modell, welches er in nur drei Monaten während seiner Ausbildung beim saatengrünen Unternehmen gefertigt hat. Foto: Gabriele Grund

Mit einer gelungenen Mischung aus Hintergrundinformation und Praxisbezug haben sie von 9 bis 14 Uhr dafür gesorgt, dass auch dem unentschlossensten Schulabsolventen ein ganzes Sortiment von attraktiven Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten wurde. Die gelungene Berufsmesse wurde 2006 von Gymnasium und Realschule mit 50 Ausstellern aus der Taufe gehoben.

Mehr als 2.600 Schüler ab Klasse 8 aller Schulformen und Eltern waren der Einladung der Messeorganisatoren, Thomas Hönemann (Berufswahlkoordinator Gymnasium Nepomucenum) und Bernd Berle (Berufswahlkoordinator Richard von Weizäcker-Gesamtschule) gefolgt. Durch erste Gespräche, kleine Aktionen wurden zwischen Ausbildungsbetrieben und interessierten Schülern erste Anbahnungen geknüpft, Ausbildungsvoraussetzungen, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten thematisiert und im Ansatz erkundet, ob man sich eine gemeinsame berufliche Zukunft vorstellen kann.

Unternehmen werben mit großflächigen Slogans

Neben »Global Playern« aus der Region, wie Miele, Bertelsmann, Mohn Media, Beckhoff Automation, Landmaschinen Claas und Hella waren auch zahlreiche renommierte Regio-Unternehmen, wie Steinel, Kemper, Kraft, Kuper, Rietbergwerke, RMW Wohnmöbel, Wirus Fenster, Landmaschinen Köckerling, Lübbering, Lüning, MBB Fertigungstechnik, Reiling, Nüßing, Nobilia, Venjakob, Schulte, und Gustav Wolf sowie kleine Gartenbaubetriebe vertreten. »Wir bieten berufliche Perspektiven« (Firma Tönnies in Rheda Wiedenbrück), »Vielseitige Durchstarter gesucht« (Firma Kuper aus Rietberg), »Licht an für die Karriere« (Hella in Lippstadt), »Gestaltet Deine Zukunft mit uns« (Rietberger Möbelwerke), »Unser Team sucht neue Player« (Pfleiderer), »Die Welt war noch nie so unfertig – Pack mit an« (Kreishandwerkskammer Gütersloh) und »Miele macht den Unterschied – Mit Euch« waren nur ein Teil der vielen, oftmals sehr großflächigen Slogans, mit denen um Auszubildende geworben wurde.

Lockere Gespräche zwischen Jobsuchenden und Ausbildern sind möglich

Zwischen den Karriereberatungen an den stets dicht umlagerten Ständen von Bundeswehr, Justiz und Polizei, waren auch zwanglose Gespräche mit Auszubildenden aus den unterschiedlichsten Firmen zu beobachten, die jungen Interessierten aus erster Hand ihre persönlichen Erfahrungen und Arbeitsanforderungen berichteten. »Ich spreche zu Beginn lieber Gleichaltrige, die schon in der Lehre sind und mir deshalb glaubwürdig erzählen was ihre Arbeit ausmacht, als dass ich den Firmenchef vor mir habe, der mir glanzvolle, marketinggeprägte Ausbildungsversprechen macht«, sagte Leonard Harding aus Rheda-Wiedenbrück. Der 18-Jährige möchte gerne Airbus-Pilot werden. »Sollte das nicht klappen, wäre auch Polizist vorstellbar.«

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