Ausstellung mit Arbeiten Dr. Wilfried Kochs läuft bis zum 15. April Von der Liebe in der Kunst

Rietberg (WB). Er war selbst ein wenig verwundert, als er Bilanz zog. 16 große Gemälde sind es, die der Varenseller Künstler Dr. Wilfried Koch schlussendlich speziell unter dem Begriff »Liebespaare« in seinem Fundus hat.

Von Petra Blöß
Bürgermeister Andreas Sunder begrüßt Dr. Wilfried Koch und dessen Frau Hilde zur Ausstellungseröffnung im Kunsthaus.
Bürgermeister Andreas Sunder begrüßt Dr. Wilfried Koch und dessen Frau Hilde zur Ausstellungseröffnung im Kunsthaus. Foto: Petra Blöß

Bis zum 15. April können die Werke auf der Kunsthausdeele bewundert werden, am Montagabend war Ausstellungseröffnung. Der neue Termin, bisher war eine Vernissage stets am Sonntag Morgens, scheint anzukommen, denn: Dicht an dicht drängten sich die Besucher, um den erklärenden Worten des Künstlers zu lauschen. Koch, der am Dienstag das 89. Lebensjahr vollendete, hatte sich, wie es seine Art ist, akribisch vorbereitet auf die Erläuterungen. Mit Rücksicht auf seine angegriffene Stimme begleitete er verbal nur zehn der Kunstwerke.

»Werbung und Erfüllung« seien die Themen der Liebesgeschichten der Spezialausstellung. Diese berühre auch klassische Paare aus dem Alten Testament und der griechischen Antike. »Die Bilder, die Sie hier sehen, sind fast durch die Bank sehr alten Datums und stammen aus den 50er und 70er Jahren. Sie merken, wie sehr viel jünger ich damals war«, so der Künstler in seiner typisch augenzwinkernden Art. »Als wir das Programm und den Fundus für unsere Zustiftung an die Sparkassenstiftung vor rund elf Jahren zusammenstellten, das sind immerhin über 100 Gemälde und 700 Zeichnungen und Aquarelle, alle gerahmt und archiviert, da war ich erstaunt, dass noch so viele Liebespaare darin waren. Denn das hatte ich gar nicht mehr gewusst.« Dr. Wilfried Koch weiter: »Jedes Paar zeigt seine eigene Geschichte und natürlich ein bisschen auch die meine.«

Unter anderem das Werk »David und Abigail« von 1974 erläuterte der Maler im Detail und verknüpfte das mit philosophischen Gedanken, eigenen wie denen von Martin Heidegger. »Bilder leben nicht von dem, was der Maler gedacht hat, sondern von der Deutung derer, die sie betrachten«, gab er den Zuschauern mit auf den Weg.

Zu Beginn hatte Bürgermeister Andreas Sunder die zahlreichen Besucher begrüßt: »Das ist für den Künstler der schönste Liebesbeweis.« Auch Frank Ehlebracht stellte für den Vorstand der Sparkassenstiftung zufrieden fest, dass der neue Termin »keine ganz falsche Entscheidung« sei. Neben den Liebespaaren sind in einer zweiten neuen Ausstellung übrigens Kochsche Skizzen von den Hamsterfahrten der Nachkriegszeit zu sehen.

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