Rietberger planen Zusammenschluss mit der Sparkasse Gütersloh Sparkasse will fusionieren

Rietberg (WB/mdel). Im Kreis Gütersloh bahnt sich eine Bankenfusion an. In einer Sitzung am Donnerstagabend hat der Verwaltungsrat der Sparkasse Rietberg die beiden Vorstände Heinz Hüning und Frank Ehlebracht beauftragt, Fusionsgespräche mit der Sparkasse Gütersloh zu führen. Als weitere Partner waren die Kreissparkasse Wiedenbrück und die Sparkasse Lippstadt im Gespräch.

Die Vorstände Heinz Hüning (links) und Frank Ehlebracht sollen die Fusionsgespräche führen.
Die Vorstände Heinz Hüning (links) und Frank Ehlebracht sollen die Fusionsgespräche führen. Foto: Petra Blöß

Als Gründe für die mögliche Fusion nennt die Sparkasse Rietberg die aktuellen Herausforderungen in der Banken- und Sparkassenlandschaft, wie die anhaltende Niedrigzinsphase, steigende regulatorische Anforderungen und die zunehmende Digitalisierung. »Vor diesem Hintergrund sondieren wir mögliche Optionen zur nachhaltigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Sparkassen und haben hierzu erste Gespräche mit der Sparkasse Gütersloh geführt«, erklärt Sparkassendirektor Heinz Hüning.

Mitarbeitervertreter stimmen zu

Nach positiven Vorgesprächen mit der Sparkasse Gütersloh hat der Verwaltungsrat am Donnerstagabend den Verwaltungsratsvorsitzenden und den Vorstand beauftragt, Fusionsgespräche mit der Sparkasse Gütersloh über einen möglichen Zusammenschluss beider Institute zu führen. Der Beschluss wurde einstimmig, einschließlich der Mitarbeitervertreter, gefasst.

»Die Sparkasse Rietberg handelt aus einer Position der Stärke und möchte mit diesem wichtigen Schritt die strategischen Weichen für die langfristige Zukunft stellen. Dies geschieht aus der Verantwortung des Verwaltungsrates und des Vorstandes gegenüber Mitarbeitern, Träger, Kunden sowie der ganzen Region«, so Hüning weiter.

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Gütersloh entscheidet über die Aufnahme von Fusionsgesprächen in seiner Sitzung am Dienstag, 3. Mai.

Sparkasse Rietberg ist deutlich kleiner

In einem nächsten Schritt sind die Eckpfeiler und Rahmenbedingungen einer möglichen Fusion genauer auszuloten. »Wir werden gewissenhaft und gründlich prüfen, welche Chancen und Risiken ein Zusammengehen der Sparkassen bedeuten würde«, so Andreas Sunder, Bürgermeister der Stadt Rietberg und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Rietberg.

Die Ergebnisse der startenden Sondierungsphase sollen im Sommer vorliegen und im Anschluss in den Verwaltungsräten sorgfältig erörtert werden.

Die Sparkasse Rietberg konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Bilanzsumme um acht Millionen Euro auf 415 Millionen Euro steigern. Geringer fiel der Jahresüberschuss aus. 497 000 Euro blieben am Ende auf der Plus-Seite, knapp 90 000 Euro weniger als ein Jahr zuvor. 93 Mitarbeiter, drei weniger als zu Jahresbeginn 2015, beschäftigt das Geldinstitut. Die Sparkasse Gütersloh wies im vergangenen Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von 1,9 Milliarden Euro aus.

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