Jährlicher Zuschuss der Stadt könnte von 2017 von 150 000 auf 500 000 Euro steigen Der Park soll bleiben

Rietberg (WB). Den Gartenschaupark erhalten, den hohen Qualitätsstandard wahren, mit Blick auf den demografischen Wandel allen Generationen Erholung bieten und die Parkteile Nord und Mitte auch weiterhin umzäunt und damit eintrittspflichtig halten. Das ist die Empfehlung der Mitglieder eines groß angelegten Workshops zur Zukunft des Gartenschauparks.

Von Petra Blöß
Der Rietberger Gartenschaupark soll erhalten bleiben. Das bedeutet auch, dass der Obersee weiterhin als Erholungsgebiet zur Verfügung steht.
Der Rietberger Gartenschaupark soll erhalten bleiben. Das bedeutet auch, dass der Obersee weiterhin als Erholungsgebiet zur Verfügung steht. Foto: Petra Blöß

Daten und Fakten

Der Gartenschaupark in Rietberg gilt als Erfolgsmodell. Die Zahl der Besuche stieg von 218 600 im Jahr 2010 auf nunmehr 330 230 im vergangenen Jahr. Dauerkarten wurden vor sechs Jahren noch 9399 Stück verkauft, im vergangenen Jahr waren es 16 443.Bei den Einzeltickets stieg die Zahl trotz einer Preiserhöhung von 105 801 auf 126 111.

Die Zukunft nämlich war bisher ungewiss, denn im kommenden Jahr sind die Einnahmerücklagen aus dem erfolgreichen Landesgartenschau-Jahr 2008 wie berichtet aufgebraucht. Und damit rückt die Kommune verstärkt in die Pflicht.

Schon seit einiger Zeit wurde gemutmaßt, dass Rückbaumaßnahmen in einigen Bereichen und eine generelle Öffnung des Geländes der Weg sein würden. Doch Bürgermeister Andreas Sunder, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Park GmbH ist, setzte allen Spekulationen am Dienstagabend ein klares Ende. Er gab in einem knapp einstündigen Vortrag vor ungefähr 100 Interessenten wieder, worauf sich die 30-köpfige Workshop-Gruppe nach durchaus nicht immer einmütig verlaufenden Diskussion geeinigt hatte: Der Park bleibt.

Unter die Lupe genommen wurden mit Blick auf Einsparpotenziale die Kosten, Fazit: »Erhebliche Einsparpotenziale werden nicht gesehen.« So kommt, wie Sunder mutmaßt, auf die Kommune ein Zuschuss in Höhe von etwa 500 000 Euro jährlich zu, bisher sind es 150 000 Euro. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder könnte helfen, Einnahmen zu erhöhen, ein Beispiel dafür ist das Übernachtungsangebot in Camping Pods.

Einen ausführlichen Bericht mit Kommentar lesen Sie am Donnerstag, 7. April, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Rietberg.

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