Für die Unterbringung von Flüchtlingen will Rietberg 2016 elf Millionen Euro mehr als bisher geplant ausgeben Stadt muss sich weiter verschulden

Rietberg (WB). Der Zustrom an Flüchtlingen macht neue Kreditaufnahmen für den kommunalen Haushalt 2016 notwendig. Gestern Nachmittag gab Bürgermeister Andreas Sunder im Rahmen eines Pressegespräches bekannt:  »Wir werden ganz schnell den Rat um eine Finanzierung in Höhe von elf Millionen Euro bitten.«

Von Petra Blöß
Schon in wenigen Wochen soll  auch die Emsturnhalle im Rietberger Stadtkern für Flüchtlinge bereitstehen.
Schon in wenigen Wochen soll auch die Emsturnhalle im Rietberger Stadtkern für Flüchtlinge bereitstehen. Foto: Petra Blöß

Das Geld sei veranschlagt als Baukosten für Unterkünfte, die schnellstmöglich errichtet werden müssten. Wie dramatisch die Entwicklung werden könnte, sollte die Summe nicht zur Verfügung stehen, machte der Bürgermeister gemeinsam mit Kämmer Dieter Nowak sowie den Abteilungs- und Fachbereichsleitern Matthias Setter,  Stefan Tydecks und Wilfried Dörhoff deutlich.

In dieser Woche habe man erneut 40 Neuaufnahmen zu verzeichnen gehabt, und es sei seitens der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg angekündigt werden, dass sich auch in den kommenden Wochen und Monaten die Zahlen auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen würden.

»Das bedeutet, dass wir in zehn Wochen im schlimmsten Fall 400 weitere Plätze schaffen müssen. Das ist über die Suche nach normalem Wohnraum nicht zu stemmen«, betonte Sunder. »Und ich gehe davon aus, dass wir in 2016 mindestens 800 weitere Notunterkunftsplätze zu errichten haben.« Der Bürgermeister fand deutliche Worte: »Das ist definitiv mit Turnhallen nicht mehr abzudecken.«

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