Rietberg: Polizei hat noch keine heiße Spur – Bruder außer Lebensgefahr 64-Jähriger wurde erschlagen

Rietberg (WB). Der 64-Jährige, dessen Leiche in einem Bauernhaus in Rietberg gefunden wurde, ist erschlagen worden. Die Obduktion am Donnerstag habe ergeben, dass der Mann »durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf« starb, sagt Staatsanwalt Christoph Mackel.

Von Wolfgang Wotke
Die Polizei am Tatort in Rietberg.
Die Polizei am Tatort in Rietberg. Foto: Wolfgang Wotke

Auf einem einsamen Hof im Rietberger Ortsteil Westerwiehe hatte sich in der Nacht zu Mittwoch das schwere Verbrechen ereignet . Nach Polizeiangaben waren Vermummte kurz vor Mitternacht in die Wohnung des 64-jährigen Heinz S. eingedrungen. Dort hielt er sich mit seinem 63-jährigen Bruder Werner S. auf. Die Täter griffen die beiden an und töteten den Älteren. Das zweite Opfer konnte sich schwer verletzt zum Nachbarhaus retten. Die Täter flüchteten. Von ihnen fehlt trotz Großfahndung jede Spur. Werner S. hatte bei dem Überfall erhebliche Kieferverletzungen erlitten und wurde in eine Spezialklinik nach Minden verlegt. Er ist mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

Die Hintergründe zu der schrecklichen Bluttat sind noch unklar. Die 15-köpfige Mordkommission »Lippling« unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Jürgen Kollien ermittelt derzeit auf Hochtouren. Eine heiße Spur, so Christoph Mackel, gebe es allerdings noch nicht.

Vor einigen Jahren waren die Brüder schon einmal überfallen und ausgeraubt worden . Der Täter wurde geschnappt, verurteilt und sitzt zurzeit immer noch im Gefängnis. Ob der erneute Überfall etwas mit der früheren Tat zu tun hat, will die Kripo jetzt prüfen. »Die Ermittlungsakten von damals habe ich sofort angefordert«, erklärte Mackel. Auch gestern war die Spurensicherung der Polizei erneut am Tatort. Fünf Beamte durchkämmten das Haus.

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