Vater und mehrere Freunde des Opfers bei Brand verletzt Explosion in Gartenlaube: 18-Jähriger tot

Rietberg (WB). Bei einer Übernachtungsfete in einer selbstgebauten Gartenhütte ist ein Rietberger Schüler (18) der Gütersloher Waldorfschule ums Leben gekommen. Zwei weitere Klassenkameraden und ein Erwachsener (63) wurden schwer, zwei weitere Schüler leicht verletzt.

Von Gabriele Grund
Brandermittler der Gütersloher Polizei untersuchen die Holzhütte.
Brandermittler der Gütersloher Polizei untersuchen die Holzhütte. Foto: Carsten Borgmeier

Gegen 1.31 Uhr war die Feuerwehr am Freitagmorgen von Anwohnern der Rietberger Schulstraße alarmiert worden. Sie waren durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen worden. Als die Feuerwehr eintraf, stand eine Gartenhütte in Flammen. Erst während des Einsatzes stellten die Feuerwehrleute fest, dass noch Menschen in der Hütte waren.Sofort riefen sie Unterstützung herbei. Alle drei Löschzüge aus Neuenkirchen, Rietberg und Mastholte rückten mit 80 Mann an; hinzu stießen vier Notärzte, fünf Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber. Das mächtige Aufgebot vermochte das Drama an der Gartenhütte nur noch zu begleiten, aber nicht mehr zu stoppen.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten sich fünf befreundete Waldorfschüler in der wahrscheinlich von ihnen selbst gebauten Holzhütte getroffen, um darin ein wenig zu feiern und zu übernachten. Offenbar funktionierte die Heizung nicht so wie gewünscht. Zwei der Schüler (beide 18) aus Bielefeld und Steinhagen zogen es daraufhin vor, im benachbarten Wohnhaus zu übernachten. Den anderen dreien half der Bewohner des Hauses, der 63 Jahre alte Vater des späteren Todesopfers, mit einer Gasflasche aus.

Die Explosion muss die drei in der Hütte verbliebenen Schüler im Schlaf überrascht haben. Der Vater versuchte noch, seinen Sohn aus den Flammen zu retten. Er zog sich dabei ebenso wie ein 17 Jahre altes Mädchen aus Bielefeld und ein 18-jähriger Junge aus Versmold, schwerste Brandverletzungen zu. Seinen Jungen konnte der Vater nicht mehr retten.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Wochenendausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.