Schüler des Ratsgymnasiums Wiedenbrück erhoffen sich Preise bei »Jugend forscht« Wie sich Milch konservieren und Papier herstellen lässt

Rheda-Wiedenbrück (WB). Jetzt startet wieder die heiße Wettbewerbsphase von »Jugend forscht«. Wenn beim Regionalwettbewerb am 24. Februar zahlreiche Schüler aus weiterführenden Schulen der Umgebung die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeitenvorstellen, dann ist das Ratsgymnasium Wiedenbrück wieder dabei.

Von Waltraud Leskovsek
Chemielehrerin Ursula Schalück mit Nicole Stienemeier und Jule Wüller haben sich dem Thema »Karies und Baktus auf geheimer Hitschie Mission« beschäftigt. Auch sie treten beim Regionalwettbewerb am kommenden Samstag in Herford an.
Chemielehrerin Ursula Schalück mit Nicole Stienemeier und Jule Wüller haben sich dem Thema »Karies und Baktus auf geheimer Hitschie Mission« beschäftigt. Auch sie treten beim Regionalwettbewerb am kommenden Samstag in Herford an. Foto: Waltraud Leskovsek

Bereits zum zehnten Mal in Folge tritt die Schule mit vier Projekten für den »Jugend forscht«-Wettbewerb und mit drei Projekten zum Wettbewerb »Schüler experimentieren« an. Chemielehrerin Ursula Schalück, Zugpferd und Projektbetreuerin am Ratsgymnasium für den Forscherwettbewerb, freut sich, dass sich immer wieder kreative und neugierige Schüler bereit erklären, auch in ihrer Freizeit zu experimentieren.

Bei Preisvergabe häufig die Nase vorn

Sie hat die Zahlen der vergangenen Jahre zusammengetragen und dabei festgestellt, dass das Ratsgymnasium bei der Preisvergabe regelmäßig die Nase vorn hatte. So wurde bereits einmal der erste Platz, dreimal der zweite und zweimal der dritte Platz erreicht. Hinzu kommen zahlreiche Sonderpreise. Auch bei »Schüler experimentieren« gab es immer erste, zweite und dritte Plätze, die die Ratsgymnasiasten nach Wiedenbrück holten.

Hannah Kipp, Paul Hartwig und Nele van Almsick beschäftigen sich in diesem Jahr mit saurer Milch. Sie experimentieren mit der Rohmilch vom Bauern und suchen nach Alternativen, die Milch ohne Nährstoffverlust zu konservieren. Einfrieren oder Vakuumieren sind zwei ihrer Testreihen, bei denen sie auch den Geschmack, den Vitamin-C-, Säure- und Milchzuckergehalt vergleichen.

Leonhard Brinkmeier versucht, aus selbst hergestelltem Zellstoff Papier herzustellen. Dabei forscht er mit nachhaltigen Materialien wie Heu, Maisblätter oder Buchenlaub. Er möchte damit einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt leisten.

Jule Wüller und Nicole Stienemeier haben sich das Thema »Karies und Baktus auf geheimer Hitschie Mission« ausgesucht. Dabei haben sie die sauren, mit Zucker bestreuten grünen Gummistangen, genauer unter die Lupe genommen. »Wir essen sie jetzt nicht mehr«, verraten sie schon mal vorab zu ihren Forschungsergebnissen.

Kann Wasser mit isotonischen Getränken mithalten?

Abiturientin Ina Sutthoff, mit 19 Jahren die älteste Teilnehmerin, beschäftigt sich mit dem Einfluss von landwirtschaftlichem Dünger auf Waldboden. Sie stellt sich dabei die Frage, ob der Wald bei der Felddüngung automatisch mitgedüngt wird und ob das dem Wald schadet.

Die jüngeren Teilnehmer bis 14 Jahre experimentieren in der Juniorsparte. Carina Huber, Theresa Knäuper und Kirsten Bünte untersuchen Shampoo in Bezug auf Umweltschädigung. Nienke Bruns untersucht Glutamat in Tütensuppen, und die drei Schüler Lukas Brünjes, Malte Reichow und Jan Schiebe beschäftigen sich mit Isotonischen Getränken und testen, ob einfaches Wasser mit diesen speziellen Sportgetränken mithalten kann. Sie forschen im Rahmen des Bio- oder Chemieunterrichtes.

Jetzt sind alle gespannt, was sie am 24. Februar in Herford erwartet. Ursula Schalück wird zusammen mit ihrer Kollegin Margret Liening-Ewert die Schülergruppe begleiten, unterstützen und ihnen die Nervosität nehmen. Ihr Ziel ist es, wieder mit vielen Preisen nach Hause zu kommen.

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