VHS bietet FSJ in Offenen Ganztagsgrundschulen an Mit den Kleinen fürs Leben lernen

Rheda-Wiedenbrück (WB). »Durch das FSJ bin ich über mich hinausgewachsen und habe meine Stärken und meine Schwächen kennengelernt. Ich konnte Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln und bekam so eine gute Hilfe bei meiner Berufsorientierung«, fasst Ruken Aydin (Rudolf-Bracht-Grundschule in Rietberg-Mastholte) ihre bisherigen Eindrücke und ihre positive Haltung zu dem Freiwilligen Sozialen Jahr zusammen.

Arbeiten als FSJler mit in den Offenen Ganztagsgrundschulen (hinten, von links): Chantale Sommer, Franziska Jehn, Sarah-Marie Frankrone, Hannah Schlüter, Jasmin Kattenstroth, Felicitas Overberg, (vorne, von links) Sebastian Rux, Alina Deiting, Laura Keller,  Ruken Aydin, Sara Ganzer, Golo Hanhart, Leon Jorkiewicz. Auf dem Foto fehlen Maria Max und Angel Yordy Castillo Medrano.
Arbeiten als FSJler mit in den Offenen Ganztagsgrundschulen (hinten, von links): Chantale Sommer, Franziska Jehn, Sarah-Marie Frankrone, Hannah Schlüter, Jasmin Kattenstroth, Felicitas Overberg, (vorne, von links) Sebastian Rux, Alina Deiting, Laura Keller,  Ruken Aydin, Sara Ganzer, Golo Hanhart, Leon Jorkiewicz. Auf dem Foto fehlen Maria Max und Angel Yordy Castillo Medrano.

Sie ist eine von 15 jungen Menschen aus dem Kreis Gütersloh, die in diesem Schuljahr in einer der insgesamt 17 Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS) in Trägerschaft der VHS Reckenberg-Ems ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Für junge Erwachsene mit dem zukünftigen Ziel, ein Lehramtsstudium aufzunehmen, besteht zudem die Möglichkeit, sich das FSJ als Eignungspraktikum bescheinigen zu lassen – ein weiterer Nutzen für die Jugendlichen.

Die Freiwilligen schlüpfen oft in die Rolle der großen Geschwister

Ob beim gemeinsamen Mittagessen, als Streitschlichter, beim Toben, Spielen und Basteln, immer nehmen die Freiwilligen die Rolle der großen Schwester/des großen Bruders für die Kinder der ersten bis vierten Klassen, die im offenen Ganztag betreut werden, ein. »Es ist super schön, die Kinder freuen sich immer, wenn ich komme.« Das vielseitige Aufgabengebiet der FSJler reicht von Unterstützung bei der sozialpädagogischen Begleitung und Förderung der Schulkinder über Hilfestellung bei der Mittagessengestaltung sowie bei Konfliktlösungen und Freizeitgestaltung auch in der Ferienbetreuung. Bei der Planung und Durchführung eines eigenen Projektes mit den Schülern können die FSJler Ideen entwickeln und besondere Erfahrungen sammeln.

»Am besten gefällt mir das Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Aufgaben. Dazu gehören das Spielen, Basteln und Lernen mit den Kindern«, beschreibt Sara Ganzer aus der Grundschule in Neuenkirchen. »Die Seminarwochen machen ebenfalls viel Spaß und sorgen auch für den Austausch zwischen den FSJlern.«

Die Jugendlichen erleben den Alltag aus dem Blickwinkel eines Schulkindes

Die Kinder zeigen den jungen Menschen immer wieder auf, wie man Dinge des Alltags betrachten kann. Und Laura Keller (Brüder-Grimm-Schule) meint: »Das FSJ bestätigt mein Vorhaben später Lehrerin zu werden und es erweitert meinen persönlichen Horizont.«

Seit 2005 ermöglicht die VHS Reckenberg-Ems jungen Menschen, sich in einer der OGGS beruflich zu orientieren und soziale Berufsfelder kennenzulernen. Alle Freiwilligen werden von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen in den OGGS begleitet und angeleitet. Darüber hinaus zahlt die VHS ein angemessenes Taschengeld und die gesetzliche Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Außerdem besteht für die Eltern Anspruch auf Kindergeld. Das FSJ dauert zwölf Monate, beginnend am 1. September diesen Jahres. Voraussetzungen sind unter anderem ein Mindestalter von 17 Jahren. Infos bei: Dr. Rüdiger Krüger, VHS Leiter, E-Mail: ruediger.krueger@vhs-re.de, Tel. 05242/9030100.

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