Container in Rheda-Wiedenbrück jetzt in knalligem Orange Jedes Jahr 1600 Tonnen Altkleider

Rheda-Wiedenbrück (WB/wl). Wer mal wieder Altkleider wegbringt, wundert sich womöglich über die Container. Die sind nämlich jetzt in knalligem Orange. Der Bezirksverband Kolping Wiedenbrück hat als langjähriger Sammler von Altkleidern die Behälter ausgewechselt, weil die Kolping Recycling GmbH mit Sitz in Fulda die Logistik übernommen hat.

Christian Schlingschröder, Stephan Kowoll, Michael Röleke und Fahrer Dennis Thöne (von links) an den neuen Altkleidercontainern auf dem Parkplatz »Büschers Platz«.
Christian Schlingschröder, Stephan Kowoll, Michael Röleke und Fahrer Dennis Thöne (von links) an den neuen Altkleidercontainern auf dem Parkplatz »Büschers Platz«. Foto: Waltraud Leskovsek

Christian Schlingschröder ist der Vorsitzende des Bezirksverbandes und organisiert die Altkleidersammlung in den Containern in den 17 Bezirken, die von Schloß Holte-Stukenbrock bis Herzebrock-Clarholz reichen. Die Altkleidersammlung erfordert großen logistischen Aufwand. Die Sammeltüten werden von Dennis Thöne, Mitarbeiter der integrativen Beschäftigungseinrichtung »Die Brücke«, eingesammelt und nach Bad Lippspringe gebracht. Er ist zudem dafür zuständig, rund um die Sammelboxen Ordnung zu halten.

1600 Tonnen Altkleider kommen im Schnitt jedes Jahr im Kolping Bezirk Wiedenbrück zusammen. Dann tritt die Kolping Recycling GmbH in Aktion. Die Ware wird grob vorsortiert und kommt in ein Sortierwerk nach Holland. Dort wird die noch gut erhaltene Kleidung in drei Qualitätskategorien sortiert. Die tragbare Ware geht in 40 Länder dieser Erde. Nur rund zwei Prozent bleiben in Deutschland, weil der Markt gesättigt ist. Osteuropa, Westafrika und Indien sind die Hauptabnehmer. Dabei würden auch diese Länder großen Wert auf Marken und Qualität legen, erzählt Stephan Kowoll als Geschäftsführer von der Kolping Recycling GmbH. Aus nicht mehr tragbaren Kleidungstücken werden Putzlappen für die Industrie gemacht und der Rest wandert in den Schredder, um als Füllmaterial zu enden.

Michael Röleke vom Kolpingwerk-Diözesanverband Paderborn begrüßt besonders, dass durch die Altkleidersammlung auch Integrationsbetriebe wie »Die Brücke« mit eingebunden werden und so auf gemeinnütziger Ebene Arbeitsplätze geschaffen würden.

Der Reinerlös fließt in die Bildungsarbeit der Kolpingbezirke. Christian Schlingschröder erklärt, dass die rund 40.000 Euro Erlös für Tagungen, Weiterbildungen, Seminare sowie für die Arbeit in den Kolpingsfamilien und der Jugend verwendet werden.

Die neuen im Kolpingorange gestalteten Container stehen auf vielen öffentlichen Plätzen und sind gut erkennbar. Kleidung sollte in Sammeltüten möglichst sauber und gut verpackt sein. Was genau gesammelt wird, ist auf den Containern abgebildet.

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