Kaltes und trockenes Wetter beschert dem St. Viter Drei-Königs-Markt viele Besucher Schwatter Casper bringt Wärme

Rheda-Wiedenbrück (WB). Ein voller Erfolg war die 12. Auflage des St. Viter Drei-Königs-Marktes. Glühweinwetter, auf das die Menschen gewartet hatten – kalt und trocken –, wurde den Veranstaltern beschert und sorgte für Besucherscharen.

Von Waltraud Leskovsek
Bewohner der Gottfried-Niermann-Straße jubeln. Sie haben den Outdoor-Ofen »Rauchender Roland« ersteigert.
Bewohner der Gottfried-Niermann-Straße jubeln. Sie haben den Outdoor-Ofen »Rauchender Roland« ersteigert. Foto: Waltraud Leskovsek

Besonders am Samstagabend gab es zeitweise kein Durchkommen und die Gäste suchten sich schon außerhalb der kleinen Budenstadt Platz zum Plaudern. Während der erste Tag traditionell der Geselligkeit gewidmet wird, bestimmt ein buntes Bühnenprogramm den Sonntag. Die Kindergartenkinder, aber auch Musikgruppen wie das Mandolinenorchester »Taktgefühl«, die »liederlichen Brüder« aus Wiedenbrück, das Stromberger Blasorchester oder die Gruppe »M.A.U.«, die den Markt traditionell mit einigen Liedern beendet, brachten Unterhaltung. Der unerwartete und lang ersehnte Sonnenschein sorgte am Nachmittag dafür, dass sich zahlreiche Gäste zu Fuß auf den Weg machten. Es warteten schließlich auch leckere und ausgefallene Heißgetränke auf die Spaziergänger. Neben dem klassischen Glühwein gab es Kaffee, Punsch ohne Alkohol, das St. Viter Fegefeuer sowie die kleinen Heißgetränke: das St. Viter Krönchen, den Schwatten Casper oder den St. Viter Neuschnee.

Höhepunkt am frühen Sonntagabend war zweifelsohne die Versteigerung des Outdoor-Ofens »Rauchender Roland«. Der inzwischen heiß begehrte, rund drei Meter große Ofen kann seit einigen Jahren jeweils für ein Jahr ersteigert werden. So manche Nachbarschaft oder Clique hatte schon Spaß damit. Die Nachbarn aus dem Neubaugebiet »Michels Kamp« mussten den Roland schweren Herzens wieder abgegeben.

Outdoor-Ofen ersteigert

Die Zeltlagerfreunde St. Vit traten in diesem Jahr gegen die Nachbarschaft aus der Gottfried-Niermann-Straße an, die sich im vergangenen Jahr knapp geschlagen geben musste. Nach einer lustigen Versteigerung durch Martin Humpe bekam die Gottfried-Niermann-Straße den Zuschlag. Die Teilnehmer mussten aber tief in die Tasche greifen und 500 Euro sowie zwei Kisten Bier spenden. Da alles für den guten Zweck ist und zehn Familien mitmachen, war der Betrag zu verschmerzen. Überglücklich stellten sich alle um »ihren« wärmenden Ofen, der in dieser Woche angeliefert wird.

Die unzähligen Gäste, die von nah und fern den Weg nach St. Vit suchten und auch gut fanden, weil ein köstlicher Duft von Pizza, frischer Bratwurst und Reibekuchen über der Budenstadt schwebte, waren vom Angebot begeistert. Immer gerne kommen Werner und Käthe Kosfeld aus Gütersloh. Sie ist seinerzeit in St. Vit zur Schule gegangen. Da war der Markt ein guter Grund, mal wieder her zu kommen. »Es ist alles so schön mit Liebe zum Detail gemacht und alles schmeckt köstlich«, lobte Käthe Kosfeld das Märktchen. Viele ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass es den Gästen an nichts fehlt, auch wenn sie stundenweise an ihre Grenzen stießen, weil der Andrang zu groß war. Am Sonntagabend stimmte M.A.U. mit allen noch Anwesenden das gemeinsame Lied »Irischer Segen« an, und diese friedliche Stimmung nahmen die Besucher mit den Klängen der Turmbläser mit nach Hause. Der Erlös des Marktes wird wieder Projekten im Ort zu Gute kommen.

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