Comedian Bastian Bielendorfer kommt nach Rheda-Wiedenbrück Vom Pausenhof ins Reethus

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wer den Begriff »Lehrerkind« hört, denkt unweigerlich an ihn: Bastian Bielendorfer. Am Mittwoch, 31. Januar, kommt der Comedian und Autor nach Rheda-Wiedenbrück.

Bastian Bielendorfer tritt mit seinem Bühnenprogramm »Das Leben ist kein Pausenhof« in Rheda-Wiedenbrück auf.
Bastian Bielendorfer tritt mit seinem Bühnenprogramm »Das Leben ist kein Pausenhof« in Rheda-Wiedenbrück auf.

Bastian Bielendorfer beweist seit Jahren mit Augenzwinkern, dass die familiäre Herkunft – beide Eltern sind Lehrer, der Onkel Direktor – kein Ausschlusskriterium für Erfolg ist. Er hat mehrere Bestseller geschrieben, gehört zur »Generation Gag« des Radiosenders 1Live und tourt nun erstmalig durch die Lande – der vielsagende Titel seines Bühnenprogramms: »Das Leben ist kein Pausenhof.«

Jahre unter dem »Pädagogen-Pantoffel«

Bastian Bielendorfer hat seinen Erfolg eigentlich Günther Jauch zu verdanken. Als der Psychologie-Student im Jahr 2010 auf dem Kandidaten-Stuhl von »Wer wird Millionär« saß und nebenbei erzählte, dass er gerne ein Buch über sein Dasein als Kind zweier Lehrer schreiben würde, konnte er nicht ahnen, wie groß der Stein sein würde, den er damit ins Rollen brachte. Denn tags darauf meldeten sich zahlreiche Verlage, die das Projekt umsetzen wollten – und bereits im Oktober 2011 erschien sein erstes Werk »Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof«, in dem er seine Jahre unter dem »Pädagogen-Pantoffel« Revue passieren lässt. Und das war erst der Anfang.

Die erste große Live-Tour ist eine besondere Erfahrung, die Bielendorfer gern teilt. Er hat es wirklich nicht leicht: Mutter Lehrerin auf der Grundschule, Vater Pauker auf dem Gymnasium und der eigene Onkel im Direktorensessel. Ein schulisches Guantanamo, ein Aufwachsen härter als der gewiss glutenfreie Pausenzwieback aller Sportlehrer. Doch die Entwicklungsjahre waren gestern, jetzt beginnt die wirklich gnadenlose Realität.

Beim Mittagessen Verben konjugieren

Irgendwo zwischen Studium, pseudoselbstständiger Existenz und Mutters Anrufen lauert auf Bielendorfer der Wahnsinn der Gegenwart – und die ist auch nicht besser als Vaters demütigender Korrektur-Terror. Zum Brüllen komisch erzählt er von seinem Leben in der Generation Nix, halbtägigen Praktika bei Poco Domäne und lässt hinter die Kulissen eines Elternhauses schauen, in dem man beim Mittagessen Verben konjugiert. Urplötzlich steht Bastian an der Klippe zum Absprung ins Leben, in dem Steuererklärungen, Partnervermittlungen, Umzugskartons und Flurputzpläne auf ihn warten. Tja, das Leben ist nun mal kein Pausenhof!

Am Mittwoch, 31. Januar, tritt er von 20 Uhr an in der Stadthalle Reethus auf. Karten gibt es im Vorverkauf auch beim WESTFALEN-BLATT.

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