Eine-Welt-Initiative sammelt beim Christkindlmarkt Wiedenbrück 10.000 Euro Engel gegen Armut in Afrika

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wer Pralinen oder Alteisen kauft, tut etwas gegen Armut in Afrika. Jedenfalls wenn man am Stand der Eine-Welt-Initiative St. Aegidius vorbeischaut. Auf dem Wiedenbrücker Christkindlmarkt sind beim Verkauf fair gehandelter Produkte 10.000 Euro zusammen gekommen.

Hier entsteht eine neue Schule in Tansania. Bislang werden dort Kinder in grob zusammengezimmerten Gebäuden aus Baumstämmen, Wellblech und Plastikplanen unterrichtet.
Hier entsteht eine neue Schule in Tansania. Bislang werden dort Kinder in grob zusammengezimmerten Gebäuden aus Baumstämmen, Wellblech und Plastikplanen unterrichtet.

40 Ehrenamtliche Helfer zwischen 15 und 80 Jahren haben stundenweise Dienst geschoben. In diesem Jahr kamen auch noch einige Firmbewerber des Pastoralverbundes Reckenberg dazu.

So waren neben weihnachtlichen Pralinenkreationen und Alteisenwindlichtern auch neue Baumschmuckkreationen wie Engel aus Bananenblatt, Filzwichtel oder Girlanden im Angebot. Aber auch fair gehandelte Nikoläuse fanden guten Absatz.

Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr trotz des häufig schlechten Wetters annähernd gleich geblieben und liegen bei mehr als 10.000 Euro.

Geld für eine ordentliche Schule

Die Eine-Welt-Initiative hat ein neues Projekt, das sie mit den erwirtschafteten Überschüssen unterstützt. Hier handelt es sich um die Organisation »Vision of East African Child« in Arusha (Tansania). Dieses Projekt baut derzeit eine Schule im Grenzgebiet von Tansania und Kenia, in dem Kinder aus beiden Ländern zur Schule gehen. Zur Zeit werden dort Kinder in grob zusammengezimmerten Gebäuden aus Baumstämmen, Wellblech und Plastikplanen unterrichtet.

Das Projekt ist den Mitarbeitern der Initiative persönlich bekannt, da Jana Simon, Tochter der Gründungsmitglieder der Eine-Welt-Initiative dort selber zu einem ehrenamtlichen Einsatz war und die Gegebenheiten vor Ort kennen gelernt hat. Bisher sind 1800 Euro aus Überschüssen und kleinen und größeren Einzelspenden in dieses Projekt geflossen und die Bauarbeiten sind gestartet.

Auch Probleme mit Schulbus

Auch Anfang dieses Jahres werden wieder 1000 Euro nach Afrika gehen. Der Bau der Schule in Tansania gemessen an deutschen Verhältnissen günstig. Der Verantwortliche des Vereines » Vision of East African Child«, Samuel Moira, beziffert die Gesamtkosten auf nur 5000 Euro.

Nach Fertigstellung der Schule ist noch der Bau eines Schlafsaales und die Anschaffung eines Schulbusses geplant, da die Kinder teilweise viele Kilometer aus dem Umland von Arusha zurück zu legen haben oder in der Woche teilweise bei den Familien der Lehrer unterkommen, weil der Schulweg zu weit ist.

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