Zugausfälle bei der Eurobahn nach Unfall in Warendorf – Streckensperrung aufgehoben Behinderungen im Bahnverkehr

Warendorf/Rheda-Wiedenbrück (dpa/WB). Nach einem Unfall in Warendorf ist es am Dienstag zu starken Behinderungen im Bahnverkehr gekommen. Die Linien RB67 und RB71 konnten zweitweise gar nicht fahren.

Der LKW war am Bahnübergang in den Zug gekracht.
Der LKW war am Bahnübergang in den Zug gekracht. Foto: Joachim Edler

Ein Lkw-Fahrer war am Montagabend nach einem Wendemanöver aus bislang unbekanntem Grund mitten auf dem Bahnübergang in Warendorf zum Stehen gekommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Dann habe sich die Schranke genau zwischen Führerhaus und Auflieger gesenkt.

Trotz Notbremsung krachte der herannahende Zug in das Hindernis auf den Gleisen. Bei dem Aufprall wurde der Sattelzug entzwei gerissen. Ob der Fahrer das rote Warnlicht übersehen habe oder aus anderen Gründen auf dem Bahnübergang bremste, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen, so eine Polizeisprecherin.

Noch vor dem Zusammenstoß hatte sich der 37 Jahre alte Lokführer auf den Boden geworfen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 48 Jahre alte Sattelzugfahrer und seine 27-jährige Beifahrerin überstanden die Kollision leicht verletzt und wurden wie vier weitere Passagiere in ein Krankenhaus gebracht. Fünf Fahrgäste seien vor Ort von einem Notarzt behandelt worden. Eine Polizeisprecherin sprach von einem glimpflichen Ausgang. 

Die Bergungsarbeiten dauerten nach Auskunft der Polizei auch am Dienstag an. Der Zug blockierte auch am Mittag noch ein Gleis auf der Strecke zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück. Den gesamten Tag sei daher mit spürbaren Verspätungen der Linie RB67 zu rechnen, sagte eine Sprecherin des Bahnbetreibers Eurobahn. Nach ihrer Auskunft fielen durch den Unfall bis in die Morgenstunden elf Züge aus. Ab acht Uhr bis in den Vormittag war Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Seit etwa halb elf am Dienstag könnten Züge die Unfallstelle auf einem anderen Gleis passieren, brauchen aber deutlich länger.

Der Laster hatte knapp 25 Tonnen Stahlstangen geladen, die umgeladen wurden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 1,75 Millionen Euro. Über Weiteres informiert die Eurobahn auf Twitter.

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