Stadtführungs-App kommt im Sommer – Beta-Version vorgestellt Die Welt durchs Handy erleben

Rheda-Wiedenbrück(WB/jmg). Mit dem Smartphone oder Tablet den historischen Stadtkern erkunden – das wird bald mit einer App möglich sein. Die Beta-Version wurde schon vorgestellt.

Bald können Besucher und Einheimische mit der Stadtführungs-App die Wiedenbrücker Altstadt ganz neu entdecken. Noch in diesem Sommer soll die App fertig sein.
Bald können Besucher und Einheimische mit der Stadtführungs-App die Wiedenbrücker Altstadt ganz neu entdecken. Noch in diesem Sommer soll die App fertig sein. Foto: Jan Gruhn

Zurzeit beherrscht kaum eine Thema das digitale Publikum so sehr wie »Pokemon Go«. Zahlreiche Fans des japanischen Spiels laufen derzeit durch die Straßen, um die kleinen Monster zu fangen. »Pokemon wird es nicht geben«, lacht Christian Terhechte.

Auch Spielchen wird es geben

Terhechte ist Chef der Firma Neuland-Medien, die gerade in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Flora Westfalica die letzten Handgriffe an dem Programm vornimmt. »Aber kleine Spielchen wird es bei uns auch geben«, verrät er.

Die digitale Stadtführung wird sich, wie das Pokemon-Spiel auch, der »Augmented Reality«-Technologie (etwa: angereicherte Realität) bedienen. Besucher der Innenstadt können durch die Kamera ihres Smartphones etwa 30 historische Objekte anschauen und bekommen gleichzeitig auf dem Bildschirm interessante Informationen oder Animationen angezeigt.

Jugend für Stadtgeschichte begeistern

Das Programmieren ist soweit abgeschlossen, zurzeit liest Arnold Bergmann die Informationstexte ein. Das Wissen um die historischen Gebäude haben Stadtarchiv und Denkmalbehörde zusammengetragen. Neuland-Medien hat bereits die Green-Screen-Aufnahmen gemacht und Animationen vorbereitet. »Das Tolle ist, dass wir die Leute vor Ort eingebunden haben«, sagt Terhechte – eine Schauspielgruppe zum Beispiel.

Mit der App sollen nicht nur Touristen erreicht werden, sondern auch Rheda-Wiedenbrücker, die ihre Stadt noch besser kennen lernen möchten. Als der politische Entschluss für die digitale Stadtführung gefallen war, hoffte man auch, besonders junges Publikum für die Stadtgeschichte zu begeistern.

Klassische Führungen bleiben

Eine eigene Version für Jugendliche sei ebenso geplant wie eine Erweiterung des Angebots auf den Stadtteil Rheda. Trotzdem soll die klassische Führung durch die Stadt in Kleingruppen nicht aussterben. Das Angebot sei als Ergänzung gedacht, teilt die Stadt mit.

Die Beta-Version, eine erste Testvariante sozusagen, hat Terhechte schon einem ausgewählten Kreis vorgestellt. »Ich war natürlich ein bisschen nervös, es ist schließlich ein Pilotprojekt.« Aber besonders Bürgermeister Theo Mettenborg habe sich begeistert gezeigt, verrät der Neuland-Chef.

Die Vollversion soll noch im Sommer im App-Store und im Play-Store eingestellt werden. »Auch wenn es bei uns keine Pokemon gibt: Diese Entwicklung zeigt, was mit ›Augmented Reality‹ alles möglich ist«, so Terhechte.

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