Bauprojekt der Versöhnungsgemeinde rollt an – 2017 soll alles fertig sein Spatenstich am Schnitkerhaus

Rheda-Wiedenbrück(WB). Innerhalb weniger Tage konnten die Verantwortlichen der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde zum zweiten Mal zu Spaten und Bauhelm greifen: Für den Neu- und Umbau des Schnitkerhauses in Rheda ist jetzt der Startschuss gefallen.

Von Waltraud Leskovsek
An der Berliner Straße entsteht ein neues Zuhause für die Kirchengemeinde: Zum Spaten griffen (von links): Pfarrer Rainer Moritz, Lena, Ralf Manche, Architekt Hans-Joachim Prüßner, Martin Wachter, Ömer und Bürgermeister Theo Mettenborg.
An der Berliner Straße entsteht ein neues Zuhause für die Kirchengemeinde: Zum Spaten griffen (von links): Pfarrer Rainer Moritz, Lena, Ralf Manche, Architekt Hans-Joachim Prüßner, Martin Wachter, Ömer und Bürgermeister Theo Mettenborg. Foto: Waltraud Leskovsek

Noch in dieser Woche begann das beauftragte Bauunternehmen Detlev Recker mit den ersten Maßnahmen. Zeitgleich wird im Ortsteil Wiedenbrück die Kreuzkirche umgebaut. Martin Wachter, Vorsitzender des Presbyteriums, freute sich, dass die »Herzenssache«, wie die gleichnamige Spendenaktion für den Umbau des Schnitkerhauses heißt, jetzt endlich umgesetzt werden kann. Lange hätte es gedauert, bis man sich sicher gewesen sei, wie es kommen soll. Nun war der erste Spatenstich und im Juni 2017 soll alles fertig sein.

Kinder singen Handwerkerlied

Als Nachbarn zum Grundstück kamen die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte »Sonnenschein« und erfreuten die Gäste mit dem bekannten Lied »Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kinder gehen«. Sie hatten auch gleich ihre kleinen Schaufeln und Eimerchen dabei, um den Bauarbeitern direkt zur Hand zu gehen.

»Mit dem fröhlichen Gesang der Kinder kann man kaum besser verdeutlichen, wie sehr dieser Neubau eine Herzensangelegenheit ist«, betonte Bürgermeister Theo Mettenborg. Er lobte die Tatsache, dass das alte Schnitkerhaus aus dem Jahr 1880 erhalten bleibt und nach den heutigen Bedürfnissen umgebaut wird. »Sie schenken der Stadt ein Juwel, wenn dieses Ensemble aus Neubau und Altbau demnächst hier erstrahlen wird.«

Platz für die Jugend, Gruppen und Chöre

Pfarrer Rainer Moritz freute sich, dass sie nunmehr mitten in der Stadt seien und ein Haus für alle Generationen bauen. »Der Kindergarten ist nebenan, die Kirche in Sichtweite. Schöner geht es kaum.« Im Altbau werden demnächst das Gemeindebüro, ein Gesprächszimmer und ein Jugendbereich beheimatet sein.

Nach vorne, zur Berliner Straße, entsteht Platz für Seminare und Meditation. Über einen Glasdurchgang gelangt man in den Neubau, wo sich Räume für Gruppenarbeit, Chorproben und Feste befinden. Im gesamten Haus wird ein Aufzug für Barrierefreiheit sorgen. Und genau das ist auch das Ziel: Generationen zusammenbringen. Es gibt einen kleinen Garten. Der Parkplatz wird ebenfalls neu gestaltet.

Von den 200 000 Euro Eigenleistung sind bereits 83 000 Euro an Spenden zusammengekommen. »Das ist sehr erfreulich«, so Kirchbaumeister Ralf Manche. Für viele Menschen sei das Schnitkerhaus eben eine Herzenssache.

Neue Spendenaktion läuft

Eine neue Spendenaktion ist nun gestartet. Unter dem Motto »Mit anvertrauten Pfunden wuchern« können Menschen zehn oder zwanzig Euro bekommen, um daraus mehr zu machen. Angelehnt an das Gleichnis mit den anvertrauten Pfunden aus dem Matthäusevangelium sollen Talente entdeckt werden. »Da kann man Socken stricken und diese verkaufen, Basteln, Malen, Fotografieren, Dienstleistungen anbieten oder Veranstaltungen organisieren«, erklärt Pfarrer Moritz die Aktion. Im Erntedankgottesdienst am 2. Oktober wird das erwirtschaftete Geld eingesammelt.

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