Musikalischer Planet-Gastwirt – 2000 Besucher strömen zum 13. Rheda-Wiedenbrücker Kneipenfestival Jonny singt bei »Yesterday« mit

Rheda-Wiedenbrück(WB/cas). Die erste Station von Helene Avala und ihrem Gatten Alois beim 13. Kneipenfestival »Rheda-Wieden live!«: Das Hohenfelder Brauhaus. Aber dort halten es die beiden Senioren nicht allzu lange aus. »Da war uns zu viel Radau, man konnte sich ja kaum unterhalten«, treten die 73-Jährige und ihr Mann (77) schnell die Flucht in das benachbarte 1690-Gasthaus an.

Fetziger Bluesrock in der Gaststätte »Zum Patersbogen«: Leadgitarrist Kralle gibt Vollgas, während sein Begleiter mit der Bassgitarre keine Miene verzieht und die Saiten lieber im Sitzen zupft. Auch die 13. Auflage des Kneipen-Musikfestivals ist ein Kracher gewesen.
Fetziger Bluesrock in der Gaststätte »Zum Patersbogen«: Leadgitarrist Kralle gibt Vollgas, während sein Begleiter mit der Bassgitarre keine Miene verzieht und die Saiten lieber im Sitzen zupft. Auch die 13. Auflage des Kneipen-Musikfestivals ist ein Kracher gewesen. Foto: Uwe Caspar

Hier geht’s bedeutend ruhiger und entspannter zu: Die Band »Scheel« unterhält die Gäste mit Cover-Versionen ohne Verstärker und trifft damit genau den musikalischen Geschmack der Avalas. Ob nun laut oder leise, bei der größten Wiedenbrücker Party mit den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen von Rock bis Blues kommt jeder auf seine Kosten.

Rund 2000 Feierbiester ziehen am Samstagabend durch die Innenstadt, alle neun Kneipen sind prima gefüllt. Dass das Brauhaus, hier lassen die »Chickens Nightmare« ihre Gitarren krachen, aus allen Nähten platzt, kommt nicht von ungefähr: Die neue Inhaberin Neghjmije Topallaj verbindet das Event mit der Wiedereröffnung des Lokals. Die Premiere lockt natürlich noch mehr Besucher an.

In der »Kleinen Freiheit« spielt die Band Venus

Auch für Dagmar Gröne, die erst seit November vergangenen Jahres die »Kleine Freiheit« betreibt (hieß vorher »Freddy’s Eck« und davor »Unter den Linden«), ist es eine Premiere. Die 51-Jährige, deren Tochter seit 2010 die »Fuchshöhle« leitet, wollte unbedingt mitmachen. »Ich habe beim Veranstalter selber angefragt, der sogar meiner gewünschten Stilrichtung entsprochen hat. Ich habe ein gemischtes Publikum«, erzählt die Wirtin.

Oldies und Schlager sind in ihrer urigen Kneipe (mit Flipper und Musikbox) zu hören, dargeboten von »Venus«. Dagmar Gröne macht kein Geheimnis daraus, dass sie in dem Musik-Festival auch Werbung für ihre Gaststätte sieht. »Ich will damit neue Gäste gewinnen. Aber das gilt ja auch für die anderen Lokale, die heute dabei sind«, merkt die Dame an.

Sogar der Wirt singt mit

Ein paar hundert Meter weiter, im »Planet«. beweist der beliebte Wiedenbrücker Gastronom Helmut Johannknecht, den alle nur Jonny nennen, dass er nicht nur gut zapfen, sondern auch singen kann. Als die Sängerin des Duos »B + M« den Beatles-Klassiker »Yesterday« zum Besten gibt, stimmt der mit einem Biertablett auf die Bühne geeilte Johannknecht mit ein. Applaus!

»Es kamen deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter«, zieht Organisator Uwe John abschließend ein erfreuliches Fazit.

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