Stadt lädt Bürger ein, sich selbst ein Bild zu machen Der erste Pavillon ist fertig

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der erste von insgesamt zehn geplanten Wohnpavillons für Flüchtlinge ist fertig. Im Stadtteil St. Vit stellten am Freitag Vertreter der Stadtverwaltung das Gebäude vor. Am Samstag, 9. April, haben alle Interessenten ab 11.30 Uhr die Möglichkeit, sich beim Gang durch die Räumlichkeiten selbst einen Eindruck zu verschaffen.

Von Petra Blöß
Die Pavillons in Holzrahmenbauweise sollen etwa 60 Personen ein Dach über dem Kopf geben.
Die Pavillons in Holzrahmenbauweise sollen etwa 60 Personen ein Dach über dem Kopf geben. Foto: Petra Blöß

Auf einer Fläche von 864 Quadratmetern können künftig bis zu 60 Personen leben. Dabei hat die Stadt als Bauherrin und Eigentümerin Wert gelegt auf einen »Familiengrundriss«: Es handelt sich um wohnungsartige Einheiten statt einer Massenunterkunft mit Gemeinschaftsküche.

Jeder der neun Blöcke hat zwei Wohn-/Schlafräume für bis zu vier Bewohner und eine eigene Teeküche, WC- und Duschanlage. Insbesondere Familien sollen hier ein erstes Zuhause finden, aber auch Wohngemeinschaften aus Einzelbewerbern sind denkbar.

»Wir haben zum Glück vor allem Zuweisungen von Familien«, erklärte gestern Mittag Alexander Löhner, bei der Stadt zuständig für Integration.

Einziehen würden die ersten Bewohner, wenn neue Zuweisungen seitens der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg vorgenommen würden. Anders als umliegende Kommunen hat Rheda-Wiedenbrück im ersten Quartal 2016 rund 80 Menschen aufgenommen, bis dato standen mehr als 50 angemietete und eigene Objekte als Erstwohnraum zur Verfügung. 548 Flüchtlinge sind momentan in der Doppelstadt registriert.

Insgesamt steht der Bau von zehn Wohnpavillons an, vier werden zunächst auf jeden Fall gebaut, die weiteren nach Bedarf. Im Bau ist ein Objekt am Südring, weitere Standorte sind am Lümernweg und »Im Reet«. Die Kosten für diesen ersten Pavillon liegen bei etwa 650 000 Euro.

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